Autonomes Fahren

Autonomes Fahren

Oliver Bendel, Maschinenethiker, und Frank M. Rinderknecht, Autovisionär, über die Zukunft des Autos, über die Herausforderungen auf dem Weg in diese Zukunft, über spassige Spielereien und schwachsinnige Erfindungen.

Herr Rinderknecht erfindet Autos, die tauchen und übers Wasser fahren können. Vor kurzem hat er zusammen mit SIX eines vorgestellt, das im Drive-in-Restaurant die Rechnung bezahlt und selbst die Parkuhr füttern kann. Was halten Sie von dergleichen, Herr Bendel?

Oliver Bendel: Ich finde es grossartig, das Thema spielerisch anzugehen. Es gibt zu viele Autofirmen, die alles viel zu ernst nehmen und damit am Wesentlichen vorbeischrammen. Sie sind verbissen und kommen daher auch nicht auf wirklich Neues. Spielereien sind genau das Richtige, egal, wie verrückt sie sind.

Frank M. Rinderknecht:  Ich bin ja auch gerne verrückt, finde es etwas Wunderbares. Das Verb verrücken heisst ja nichts anderes als bewegen. Und das will ich. Das mit dem Auto, das zum Beispiel meine Parkgebühren bezahlt, ist übrigens keine Spielerei, sondern mein Ernst. Wie oft habe ich mir gewünscht, mein Auto würde sowas Lästiges wie Parkticketlösen selbst erledigen? «Etos», mein Concept Car, den ich auch mithilfe von SIX gebaut habe, beweist, dass das durchaus machbar wäre. Schon heute.

Woher haben Sie all die Ideen, mit der Sie Jahr für Jahr Concept Cars als Weltneuheit herausbringen?

Frank M. Rinderknecht:  Das ist meistens Teamwork. Ein Brainstorming zu dritt oder zu viert bringt oft die besseren Ideen, als wenn ich alleine einen Kopfstand mache. Und am Ende geht es uns nie darum, wer die Idee hatte, sondern dass wir die Idee hatten.