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Open Banking Monthly

 
 
 

Liebe Open-Banking-EnthusiastInnen,

Wir haben die wichtigsten News und Trends des Monats für euch zusammengestellt – relevant und auf den Punkt gebracht.

Open Banking aktuell

Zitat des Monats

“Everything [in finance] is becoming a software service... to survive in this new economy, which is already happening, you have to be a world class producer of a small number of APIs and you have to be a really astute consumer of lots of other APIs and if you don’t offer your service in a computer accessible way via an API... I don’t think you have a business”

- Marty Chavez, ex CIO & CFO Goldman Sachs
 

UK: weitere Liberalisierung im Open Finance

Im britischen Markt zeichnet sich ein interessanter Umbruch ab. Bereits in der Vergangenheit hatten wiederholt verschiedene Stimmen einen marktorientierten Ansatz für eine effizientere Umsetzung von Open Finance gefordert. Truelayer greift die Kritik im Rahmen eines Blogs erneut auf und schlägt verschiedene Strategien für die Beschleunigung von Open Finance vor, darunter

  • die Schaffung von Anreizen für Banken als Dateninhaber, qualitativ hochstehende APIs bauen und Open Banking Richtung Open Finance weiterentwickeln zu wollen

In der UK (ebenso wie in der EU) müssen die obligatorischen Open-Banking-Schnittstellen kostenlos angeboten werden. Wenn Banken APIs jedoch nur aus Compliance-Gründen bauen, statt daraus Einnahmen generieren zu können, dann leide darunter auch deren Qualität. Es bedarf deshalb entsprechender Anreize für eine kommerzielle Nutzung von APIs, um der zögernden Haltung von Banken zu begegnen. Open Banking müsse für die Banken eine monetarisierbare Geschäftsmöglichkeit darstellen, forderte deshalb kürzlich auch Tide CEO Oliver Prill. Er schlägt vor, den Zugang zu Open-Banking-Schnittstellen anhand einer Freemium-Paywall weiterhin kostenlos zu gestalten. Weitere Daten aus anderen Finanzbereichen (Open Finance) sollen die etablierten Institute Drittanbietern jedoch kostenpflichtig zur Verfügung stellen können.

  • die Umwandlung der Open Banking Implementation Entity (OBIE) in ein unabhängiges, branchenvertretenes Gremium

Das Timing hierfür scheint perfekt. Weil sich die Implementierungsphase des britischen Open-Banking-Programms dem Ende zuneigt, verkündete die Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde (CMA) kürzlich, dass sie die Verantwortung für die weitere Durchführung des Programms an die Banken- und Finanzindustrie übergeben will. Der Bankenverband UK Finance schlug in diesem Zusammenhang deshalb die Gründung einer neuen Servicegesellschaft vor, die als Nachfolgerin der OBIE funktionieren soll. Der Vorstand soll dabei aus unabhängigen Verbraucher- und Industrievertretern bestehen. Während der Implementierungsphase nahm die OBIE unter anderem eine Schlüsselrolle bei der Definition und Überwachung der Open-Banking-Standards ein. Jana Mackintosh, verantwortlich für die Sparte Zahlungsverkehr bei UK Finance, kündete darüber hinaus mögliche Bemühungen ausserhalb von Open Banking an, z.B. in den Bereichen Open Finance und SmartData. Auch sie schlägt hier eine bankseitige Gebührenstruktur für bestimmte Dienstleistungen gegenüber Drittanbietern vor.

Mit diesen Entwicklungen würde sich Grossbritannien dem Schweizer Open-Finance-Ansatz annähern, wie wir ihn in unserem letzten Newsletter vorgestellt hatten. Sollte der Vorschlag der neuen Servicegesellschaft von der CMA angenommen werden, dürfte der zukünftige Vergleich mit der Schweiz umso interessanter werden. Auch mögliche neue Monetarisierungsmodelle dürften frischen Wind ins Open Finance bringen.

Die Zukunft des Corporate Bankings heisst «API»

Die Covid-19-Pandemie und das damit veränderte Kundenverhalten hat Finanzdienstleister dazu gezwungen, ihre Wertschöpfungs- und Lieferketten sowie die Vernetzung untereinander zu überdenken. Das Ziel: neue Netzwerkeffekte generieren. Wie wir in vergangenen Newslettern berichtet haben, findet dabei insbesondere im Corporate Banking die Bereitstellung und Nutzung von modernen Schnittstellen (APIs) zunehmend Anklang, um Finanzprodukte, -services und -daten modular bzw. «as-a-Service» anzubieten oder selbst zu integrieren (aktuelle Bsp. Railsbank, Moneygram). Eine globale McKinsey-Umfrage verdeutlicht, dass die grossen Finanzinstitute diesem Trend noch hinterherhinken. Zwar entwickeln inzwischen mehr als zwei Drittel der Banken systematische API-Programme. Allerdings bewegen sich diese erwartungsgemäss mehrheitlich noch im Scope von Open Banking. Die aktuelle Situation zeigt jedoch, dass auch die Banken selbst das Potenzial von APIs im Corporate Banking erkennen und bereits Schnittstellen für weitere Services und Produkte anstreben.

Ebenfalls in den News

Open Finance: Die Branche schreitet weiter voran. Interview mit Roger Wisler, ZKB (DE)

Number X: Smarter Konto- und Kreditkarten-Hub auf Open-Banking-Basis. Artikel (DE)

Natwest ermöglicht es Unternehmen, Zahlungen direkt an Kunden zu senden, ohne deren Bankdaten zu benötigen. Artikel (EN)

Mastercards «Open Banking Connect» für Lloyds Bank: Kreditkartenrechnungen per mobiler App bezahlen und Geld direkt von einem ausgewählten Girokonto beziehen. Artikel (EN)

Use Case des Monats

Einfache und schnelle Einkommensüberprüfung

Der Nachweis des Beschäftigungsstatus, des Einkommens sowie der Zahlungsfähigkeit sind für Antragssteller von Krediten heute mit viel Aufwand und Unsicherheiten verbunden. Entsprechende Dokumente müssen einzeln bestellt und beim Kreditgeber eingereicht werden. Mit dem neuen API-basierten Service “Income” stellt Plaid eine bequeme Lösung zur Verfügung, über die Kreditgeber die nötigen Informationen zukünftig direkt von der Quelle beziehen können. Nutzer verlinken dafür einfach ihr Lohnkonto mit dem Service von Plaid. Das Fintech unterstützt nach eigenen Angaben aktuell die Echtzeit-Authentifizierung von Lohnabrechnungen für mehr als 250’000 der größten Arbeitgeber in den Vereinigten Staaten.

Die Automatisierung entlastet nicht nur die Antragsteller, sondern ermöglicht den Kreditgebern bessere Risikoabschätzungen aufgrund genauerer Informationen, kürzere Freigabeprozesse und einen geringeren Ressourcenaufwand. Aktuell umfasst der Income-Service folgende Anwendungsbereiche: Darlehen, Hypotheken, Wohnungsmieten, Auto-Leasing und personalisierte Finanzberatung.

«bLink» Dich ein

Swisscom und SIX vereinfachen gemeinsam die Umsetzung von Open Finance in der Schweiz

Die beiden führenden Schweizer Infrastruktur-Anbieter Swisscom und SIX spannen zusammen, um die Interoperabilität ihrer jeweiligen komplementären Angebote zu verbessern. Beide Unternehmen verfügen bereits über Open Finance Angebote, die unabhängig voneinander im Markt genutzt werden können. Die zukünftige technische Kooperation wird Anbietern und Bezügern von Finanzdienstleistungen die Nutzung von Open Finance erleichtern und damit auch die Innovationsfähigkeit des Schweizer Finanzplatzes stärken.

Zur offiziellen Medienmitteilung

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Mit besten Grüssen

Sven Siat
Product Lead für «b.Link»

SIX
Banking Services
Hardturmstrasse 201
Postfach
CH-8021 Zürich

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