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Open Banking Monthly

 
 
 

Liebe Open-Banking-EnthusiastInnen,

Wir haben die wichtigsten News und Trends des Monats für euch zusammengestellt – relevant und auf den Punkt gebracht.

Open Banking aktuell

Die Schweizer Branche definiert Standards selbst

Der marktbasierte Open-Finance-Ansatz erlaubt Schweizer Finanzinstituten, dessen Entwicklung aktiv mitzugestalten und Erfahrungen aus dem internationalen Wettbewerb für sich zu nutzen. Die damit einhergehende Freiwilligkeit sowie natürliche Partikularinteressen setzen für eine erfolgreiche Umsetzung jedoch ein «einheitliches Verständnis der rechtlichen Rahmenbedingungen und ein koordiniertes Vorgehen der Branche» voraus, wie die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg) kürzlich in einer offiziellen News schreibt. Gemeinsam mit dem Branchenverband Swiss FinTech Innovations (SFTI) und relevanten Branchenakteuren hat man deshalb ein gemeinsames Rahmenwerk definiert, das die erfolgreiche Zusammenarbeit des Finanzplatzes im Bereich Open Finance sicherstellt:

  • Die SBVg koordiniert demnach die Klärung rechtlicher und sicherheitstechnischer Fragen und bündelt die Interessen der Branche gegenüber den Behörden und der Öffentlichkeit.

  • Die Etablierung einheitlicher API-Standards übernimmt das SFTI.
    Das in der Branche breit abgestützte SFTI agiert als Dachorganisation für die Erarbeitung fachlicher und technischer Open-Finance-Grundlagen.

  • API-Spezifikationen werden entweder direkt von SFTI oder in enger Zusammenarbeit mit marktgetriebenen Initiativen definiert.

  • Unter dem Schirm der «Common API» des SFTI werde alle anerkannten API-Spezifikationen und -Sicherheitsempfehlungen für spezifische Geschäftsbereiche zusammengefasst.
     

Dass dieser Ansatz erfolgreich ist, zeigt beispielsweise «OpenWealth». Im Dezember hatte sich die aus Vertretern der Wealth-Management-Branche bestehende Initiative auf gemeinsame APIs für die Vermögensverwaltung geeinigt, die in Kooperation mit SFTI in deren Common API aufgenommen wurden. OpenWealth wird zukünftig den Wealth-Management-Teil der Common API verantworten und den einheitlichen Schweizer API-Standard für die Schweiz weiterentwickeln und pflegen. Dr. Simon Alioth, Head Open Banking bei Synpulse und Leiter der OpenWealth Community unterstreicht die Wichtigkeit dieser Zusammenarbeit: «Die OpenWealth APIs sollen von möglichst vielen Finanzinstituten, PMS-Anbietern und WealthTechs umgesetzt werden, nur so kann ein Standard entstehen. Hierfür ist eine enge Abstimmung unter einem führenden Branchenverband hilfreich.»

Wie setzt man einen Standard in die Praxis um?

Ein Standard nützt niemandem, wenn er nicht im Markt umgesetzt und anwendbar ist – und dies möglichst effizient. Der Einsatz von Schnittstellen setzt bei Finanzinstituten bestimmte Kompetenzen und Ressourcen voraus:

  • Bereitstellung der API in einer hochverfügbaren und sicheren Umgebung

  • Vertragsmanagement für eine Vielzahl von Dritten, die sich an Schnittstellen anbinden wollen

  • Einholen und Verwaltung der Endkunden-Einwilligung (Consent Management)

  • Due Diligence von Drittanbietern

  • Angebot eines Developer Portals sowie Testing-Möglichkeiten und Sandboxes inkl. technischem Support

  • ein solides Partnermanagement, z.B. für die Koordination von Schnittstellen-Updates oder Incidents
     

Für Drittanbieter liegt die Herausforderungen neben dem Vertragsmanagement v.a. in der Gewährleistung von IT-Sicherheit und Datenschutz im Umgang mit Kundendaten. Zentrale Open-Banking-Plattformen können einen Grossteil dieser Anforderungen für beide Seiten übernehmen und vereinfachen damit die Umsetzung von sowie den Zugang zu standardisierten Schnittstellen.

Die Mitglieder der OpenWealth Association Zürcher Kantonalbank, St.Galler Kantonalbank, Assetmax, Alphasys und Etops/Evolute haben sich dazu entschieden, die OpenWealth APIs gemeinsam über die bereits aktive Open-Banking-Plattform bLink von SIX zu operationalisieren. «Wir glauben stark, dass sich bLink als relevanter und nachhaltiger Player für Open Banking in der Schweiz etablieren kann. Mit der Zulassungsprüfung und dem einheitlichen Vertragswesen schafft bLink einen effektiven Mehrwert und trägt so zur Skalierung der OpenWealth API bei» begründet Falk Kohlmann, Bereichsleiter Marktleistungen und Mitglied der Geschäftsleitung der St.Galler Kantonalbank den Entscheid. «Zudem können sich Banken mit einem individuellen API Gateway und solche, die sich über einen API Hub öffnen, gleichermassen verbinden.» Auch Philipp Schumacher, Leiter Produktmanagement Anlagen Spezial bei Zürcher Kantonalbank sieht grosse Vorteile für die Bank und ihre Kunden: «Mit OpenWealth in Kombination mit bLink bieten wir externen Vermögensverwaltern und Custody-Kunden sowie deren Dienstleistern einen einfachen und effizienten Weg, sich an unsere neuen Datenschnittstellen anzubinden und ihre Prozesse darauf aufzubauen. Wir kommen damit einem wichtigen Kundenbedürfnis im institutionellen Bereich nach.»

Nach den ersten beiden Anwendungsfällen in der Buchhaltung erweitert bLink das API-Angebot damit auf das Wealth Management. Der klare Vorteil einer umfassenden Plattform liegt in der Skalierbarkeit: Sind Finanzinstitute und Drittanbieter erst einmal auf bLink, können sie mit minimalem Aufwand Partnerschaften mit allen anderen Teilnehmern eingehen und dies gleichzeitig für Anwendungsfälle in verschiedenen Geschäftsbereichen. Das wiederum beschleunigt die flächendeckende Etablierung und Umsetzung anerkannter Schnittstellenstandards im Markt. bLink arbeitet deshalb eng mit dem SFTI und führenden marktgetriebenen Standardisierungs-Initiativen wie OpenWealth zusammen, um Open Finance für alle Teilnehmer möglichst effizient in die Praxis zu überführen.

Ein starkes Zeichen im internationalen Open-Finance-Wettbewerb

Die aktuelle Dynamik zeigt, dass Schweizer Finanzinstitute Open Finance durchaus auf dem Radar haben. Vor dem Hintergrund der PSD2-Entwicklung in der Europäischen Union und der Open-Banking-Regulation in Grossbritannien zeichnet sich ab, dass die Schweiz mit der marktgetriebenen OpenWealth Association diesmal schneller agieren könnte als die regulierten Nachbarn. Marianne Wildi, CEO der Hypothekarbank Lenzburg drückte dies kürzlich in einem Interview mit der Finanz und Wirtschaft noch etwas bestimmter aus: «Wir sind in der Schweiz längst weiter als die EU». Das Schweizer Open Finance muss aber im internationalen Kontext nicht unbedingt ein «Versus» sein. Gemeinsam mit LUXHUB als führendem Europäischen Player ist bLink im Rahmen der aktuellen Partnerschaft auch bestrebt, OpenWealth proaktiv nach Europa zu bringen.

Ebenfalls in den News

  • Mega-Finanzierung: Schwedischer Zahlungsdienstleister Klarna sammelt eine Milliarde Dollar ein.Artikel (DE)

  • Apples abenteuerlicher Angriff auf andere Finanz-Apps. Blog (DE)


Use Case des Monats

Kombination von APIs: ESG auf Basis von OpenWealth

Ein entscheidender Mehrwert von Open Banking liegt in der Kombination von mehreren APIs. In diesem Monat möchten wir aus aktuellem Anlass einen Use Case vorstellen, den wir so noch nicht über APIs umgesetzt gesehen haben, der aber genau diese kombinatorische Stärke beispielhaft beleuchtet.

OpenWealth wird unter anderem die Möglichkeit bieten, Depot-Informationen via API abzufragen. Über eine Finanz-App, die an diese API angeschlossen ist, lassen sich einzelne oder – analog zum Multibanking – auch verschiedene Depots in einem einheitlichen Dashboard konsolidiert anzeigen. Über eine weitere Schnittstelle wäre es nun möglich, die Depot-Informationen an einen Service zu senden, der ein dazugehöriges ESG-Rating entweder auf das gesamte Portfolio oder auf ausgewählte Titel vornimmt. Diese Zusatzinformationen lassen sich anschliessend wiederum über die API automatisiert in das Dashboard der App bzw. in die Auswertung der Depots integrieren. Unter dem Strich lässt sich dieses Potential von APIs auf eine Vielzahl von bisher voneinander isolierten Services anwenden, die in Kombination neue Mehrwerte für den Endkunden erzeugen.

In diesem Zusammenhang:
SIX übernimmt Mehrheit an ESG-Datenspezialist

«bLink» Dich ein

Bringt Open Banking Schweizer FinTechs neuen Auftrieb?

Der Schweizer FinTech-Markt ist im Jahr 2020 ein weiteres Mal gewachsen. Trotz der steigenden Zahl an FinTech-Unternehmen mit Sitz in der Schweiz, gibt es auch erste Anzeichen für eine Verlangsamung der Entwicklung des Sektors. Das zeigen die Ergebnisse der IFZ FinTech Studie 2021 der Hochschule Luzern. Mit Open Banking etabliert sich zunehmend ein Trend in der Branche, der für neuen Aufschwung sorgen könnte.

Eine in der Studie präsentierte Umfrage unter IT-Verantwortlichen bei Schweizer Finanzinstituten zeigt zwar, dass der Druck zur Öffnung von Bankschnittstellen gegenüber FinTechs noch relativ gering ist. Ebenso sind die genannten Hinderungsgründe vielfältig und drehen sich hauptsächlich um hohe Kosten und Aufwände sowie Bedenken in Bezug auf die IT-Sicherheit und die fehlende Standardisierung. Neue, umfassende Plattformen vereinfachen jedoch den Zugang zu Open Banking erheblich und werden wie am Beispiel von bLink auch bereits zunehmend von Schweizer Finanzinstituten genutzt.

Erfahren Sie mehr. SIX stellt die «IFZ FinTech Studie 2021» als Platin-Sponsor zur Verfügung.

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Mit besten Grüssen

Sven Siat
Product Lead für «bLink»

SIX
Banking Services
Hardturmstrasse 201
Postfach
CH-8021 Zürich

www.six-group.com/blink
 
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