Wer wächst, zeigt wahre Grösse


Wer wächst, zeigt wahre Grösse

Für SIX als Anbieterin von Finanzmarktinfrastruktur ist Grösse ein entscheidender Faktor – um mitbestimmen zu können oder um Transaktionskosten zu senken. Noch wichtiger ist aber ein stetiges Wachstum, damit wir handlungsfähig bleiben und zum Beispiel in neue Technologien investieren können.

In vielen Lebenslagen spielt weniger mehr oder Grösse keine Rolle. Im Basketball, im Brückenbau oder in der Bisonzucht ist «gross» aber normalerweise besser und so – behaupte ich – ist es auch vielerorts im Finanzgeschäft.

Zumindest für SIX als Anbieterin von Finanzmarktinfrastruktur ist Grösse ein entscheidender Faktor. Grösse verleiht uns Bedeutung, wenn es darum geht, die Spielregeln unseres Geschäfts mitzubestimmen. Grösse ist aber auch die Voraussetzung, um erfolgreich im klassischen Plattformgeschäft zu wirtschaften. Mit zunehmender Grösse einer Plattform sinken die Kosten – Economies of Scale. Die Schweizer Börse und die spanischen Börsen sowie der Schweizer Zahlungsverkehr bilden solche Plattformen, und unser Geschäft mit Finanzinformationen ist auch skalierbar. Wir schaffen Netzwerke, auf die unsere Kunden zugreifen und auf denen sie sich untereinander verbinden können. Diese Netzwerke müssen wachsen können. Nur mit steigenden Volumen bleiben wir konkurrenzfähig, senken die Transaktionskosten innerhalb der Netzwerke und schaffen wiederkehrenden Mehrwert für unsere Kunden.

Nach genauer Betrachtung ist es also nicht die schiere Grösse, die entscheidend ist, sondern das Wachstum. Und bei SIX wollen wir wachsen – um die Finanzmärkte von morgen prägen zu können. Wachstum funktioniert nur auf einer gesunden Basis. Die haben wir: Unser Geschäftsmodell ist breiter abgestützt als das unserer Mitbewerber. Wir haben mit der Schweiz und Spanien zwei starke Heimmärkte. Wir können auf die Unterstützung durch unsere Eigentümer zählen und verfügen über ausreichende finanzielle Mittel.

Die Aufwendungen, um diese Basis zu schaffen, haben dazu geführt, dass wir in den letzten Jahren weniger stark gewachsen sind als der Rest des Markts. Sie waren jedoch nötig und haben uns letztlich in die Position gebracht, in der wir am positiven Trend partizipieren können: Der Markt für Kapitalmarktinfrastruktur ist seit 2012 um 3 % gewachsen, weltweit sogar um 5 %. Der Markt für die Finanzmarktinfrastruktur als Ganzes – das heisst inklusive des Zahlungsverkehrs – war mit einer Durchschnittsrendite von 20 % seit 2012 für die Aktionäre sehr attraktiv.
 

Strategisch handlungsfähig bleiben

In einem solch aufstrebenden Markt ist es wichtig, auf strategischer Ebene handlungsfähig zu bleiben. Das bringt mich zu einem weiteren wichtigen Beweggrund für Wachstum. Indem wir wachsen, erwirtschaften wir auch das Geld für zukünftige Investitionen. Die Übernahme von BME und damit der spanischen Börsen bringt zum Beispiel mehr Volumen auf unsere Plattform, macht uns zum drittgrössten Anbieter von Finanzmarktinfrastruktur in Europa. Die Mehreinnahmen können wir in zukünftige Projekte wie die digitale Börse SDX investieren. Wachsen bedeutet Innovationen voranzutreiben, im Speziellen in einem Markt, der sich technologisch laufend verändert. Wer sein Geschäft nur verwalten will, braucht kein Wachstum.

Unser Augenmerk liegt auf dem organischen Wachstum. Das erlaubt uns, jederzeit die Zügel in der Hand zu halten. Grosses Potenzial liegt selbstredend in der Kombination unserer Trading- und Post-Trading-Aktivitäten in der Schweiz und in Spanien. Mit der Digitalisierung des Schweizer Zahlungsverkehrs ergeben sich ebenfalls viele Möglichkeiten, die nicht an der Landesgrenze enden müssen. Und dann ist da unser Geschäft mit Finanzinformationen, mit dem wir die ganz grossen Player im Markt herausfordern können. Nur zu gerne liesse ich mich Lügen strafen, wenn in diesem Fall Klein für einmal über Gross triumphieren würde. Immerhin spielte Muggsy Bogues mit seinen 160 Zentimeter Körpergrösse auch 14 Saisons lang erfolgreich Basketball in der US-amerikanischen Profiliga NBA. Mit der Statik von Brücken und dem Marktwert von Bisonbullen kenne ich mich weniger gut aus.
 

Apropos Sport – hören Sie in den neuen Podcast von SIX rein. In der ersten Episode erkläre ich, wie mich mein Landsmann Johan Cruyff, die Fussballlegende inspiriert hat und was es braucht, damit ein Unternehmen in einem wachsenden Markt «punkten» kann.