Ablösung der Einzahlungsscheine – Umstellung auf die QR-Rechnung nimmt Fahrt auf


Ablösung der Einzahlungsscheine – Umstellung auf die QR-Rechnung nimmt Fahrt auf

Ab dem 30. September 2022 sind in der Schweiz Zahlungen mit den roten und orangen Einzahlungsscheinen nicht mehr möglich. Bereits heute planen rund zwei Drittel aller Schweizer Unternehmen, die Umstellungsarbeiten für die QR-Rechnung zeitgerecht abzuschliessen.

Gemäss den neusten Umfrageergebnissen (Stand Oktober 2021) des Forschungsinstituts gfs.bern sind 38 % aller Schweizer Unternehmen bereits in der Lage, QR- oder eBill-Rechnungen auszustellen. Weitere 25 % planen die QR-Rechnung zeitgerecht bis zum 30. September 2022 einzuführen. Ab dann sind in der Schweizer Zahlungen mit den roten und orangen Einzahlungsscheinen nicht mehr möglich. 17 % der Unternehmen verzichten auf die Umstellung, weil sie beispielsweise Rechnungen per IBAN-Überweisung erstellen (d. h. ohne Einzahlungsschein). Bei knapp einem Fünftel der Unternehmen besteht noch Handlungsbedarf.

Etwas weniger weit fortgeschritten mit der Umstellungsplanung sind Mikrounternehmen und Unternehmen aus der französischen Schweiz. In beiden Fällen kann ein leicht höherer Anteil der Befragten nicht angeben, bis wann sie die Umstellung planen.

Ab wann sind Zahlungen mit Einzahlungsschein nicht mehr möglich?

Die PostFinance nimmt den Einzahlungsschein per 30. September 2022 vom Markt. Stellen Sie als Rechnungssteller Ihre Kreditoren-, Debitorenbuchhaltung und Ihren Zahlungsverkehr darum frühzeitig um.

Rechnungsempfänger können aber bereits heute die Vorteile der QR-Rechnung sowie eBill nutzen und digital bezahlen. Die Schweizer Finanzinstitute haben ihre Mobile- und E-Banking-Lösungen entsprechend angepasst, damit Rechnungsempfänger ihre QR-Rechnungen bequem einscannen und zahlen können – ganz gleich, ob als Privatperson oder als Unternehmen. Übrigens – die QR-Rechnung kann auch am Postschalter und am Automat für das selbständige Bezahlen von Rechnungen verwendet sowie per Zahlungsauftrag im Couvert an die Bank versandt werden. eBill geht deutlich weiter und ermöglicht bereits heute ein nahtloses digitales Bezahlen in der Schweiz.

Der Schweizer Zahlungsverkehr wird laufend harmonisiert und modernisiert. Damit macht sich die Schweiz fit für kommende Marktanforderungen. Die QR-Rechnung trägt ebenso wie eBill den gestiegenen Anforderungen von Compliance und Automatisierungsprozessen Rechnung und unterstützt die Digitalisierung.

Mehr Informationen auf einfach-zahlen.ch.

 

QR-Rechnung ist im Alltag angekommen

Schon in der Studie vom Mai 2021 hat gfs.bern gezeigt, dass die Schweizer Unternehmen grossmehrheitlich von der Umstellungspflicht wissen. Diese Zahl hat sich seither von 93 % leicht erhöht auf 94 %. Positiv entwickelt hat sich im gleichen Zeitraum auch die Wahrnehmung des letztmöglichen Umstellungszeitpunkts. Konnten im Mai 2021 noch weniger als die Hälfte der befragten Finanzverantwortlichen dieses Datum richtig benennen, sind es jetzt 81 %. Damit stehen die Chancen gut, dass alle Unternehmen zeitgerecht auf die QR-Rechnung oder eBill umstellen.

Die aktuelle Befragung zeigt auch, dass die QR-Rechnung im Alltag angekommen ist und überzeugt: Wer schon umgestellt hat, sammelt damit grösstenteils gute Erfahrungen. Eine klare Mehrheit zeigt sich mit der QR-Rechnung in der Anwendung zufrieden. 72 % sind sehr oder eher zufrieden, nur gerade 4 % sehr oder eher unzufrieden. Auch wenn mit erhöhter Nutzungszahl der Grad der Zufriedenheit leicht sinkt, scheinen nur sehr wenige Unternehmen die Umstellung bereut zu haben. 

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