Von der Idee bis zur Umsetzung: SIX Innovation Day


Von der Idee bis zur Umsetzung: SIX Innovation Day

Der Innovationstag eines Unternehmens muss sich nicht ausschliesslich um die neuesten Produkte drehen. Daniel Dahinden, Head Innovation & Digital bei SIX, erklärt in einem Interview, wie SIX ihren Innovation Day nutzt, um die Mitwirkenden der Schweizer FinTech-Branche zusammenzubringen – intern und extern.

Ein unternehmenseigener Innovationstag ist heute gang und gäbe. Ein Innovationstag bietet eine gute Gelegenheit, neue Produkte und die Innovationskraft der eigenen Marke zu präsentieren. Was ist das Besondere am SIX Innovation Day?

Natürlich wollten wir auch die smarten Projekte und Produkte vorstellen, an denen wir derzeit bei SIX arbeiten. Aber wir gründeten den SIX Innovation Day mit der grösseren Absicht, eine Innovation Community zu schaffen. SIX verfügt in der FinTech-Branche und auf dem Schweizer Finanzplatz über eine einzigartig günstige Position. Dies ermöglicht es uns, alle Akteure zusammenzubringen, um gemeinsamen Wert zu schaffen. Wir wollen das Bewusstsein für dieses Potenzial schärfen und neue Produkte entwickeln, von denen wir alle profitieren können. Dies ist auch der Grund, warum wir die zuvor interne Veranstaltung für Kunden und Partner geöffnet haben.

Welches Programm wartete auf die Teilnehmenden?

Es gab viele Workshops, Gesprächsrunden und natürlich die Stände für unsere Initiativen. Wir wollten inspirieren, informieren und vertraute Themen in einem anderen Licht darstellen. Neu entstandenes Wissen fliesst immer zurück und steigert die Qualität unserer Arbeit.

Zum Beispiel halten wir es für wertvoll, wenn ein Künstler mit uns über Wert spricht. Wie wir Kryptowährungen einen Wert zuweisen, unterscheidet sich oft nicht so sehr von der Art und Weise, wie der Kunst ein Wert zugewiesen wird. Digitale Zahlenfolgen sind weniger wert als Farbe auf einer Oberfläche, aber die Menschen sind bereit, für beides gutes Geld zu zahlen. Irgendwo wird Wert geschaffen. Dies ist eine sehr interessante Überlegung, die zu einem tieferen Verständnis dessen führen kann, was wir tun. Die Präsenz des Künstlers Kevin Abosch auf der derselben Bühne wie unser Alexander 

Neu entstandenes Wissen fliesst immer zurück und steigert die Qualität unserer Arbeit.

Daniel Dahinden, Head Innovation & Digital bei SIX

 

Geht es bei Innovation immer darum, Ideen zu haben, um schliesslich den nächste grossen Wurf zu landen?

Nein. Jeden Tag entstehen Milliarden von Ideen in den Köpfen der Menschen. Würde man einige davon in die Praxis umsetzen, wäre man zweifellos der nächste Jeff Bezos oder Jack Ma. Genau darum geht es: Auch die beste Idee ist nutzlos, wenn sie nicht richtig umgesetzt wird. Die Menschen brauchen Werkzeuge und ein Umfeld, in dem sie diese anwenden können. Auf dem Programm des diesjährigen SIX Innovation Day standen Gesprächsrunden und Kurse mit 17 internen Experten von uns. Diese erklärten Kollegen und Gästen, wie sie Ideen in die Praxis umsetzen können. Unsere Leute deckten alle möglichen Themen ab, einschliesslich Robotik, Analytik, Design Thinking, Kundenorientierung und Networking. Als Bonus haben Kolleginnen und Kollegen, die ihre Ideen in die Praxis umsetzen wollen, jetzt ein Netzwerk von Gleichgesinnten, die zu helfen bereit sind.

Was ist mit den Ideen, die vor dem SIX Innovation Day in die Praxis umgesetzt worden sind?

Wir hatten 24 Stände mit Initiativen von SIX und Start-ups, die Teil des F10-Programms sind. Gut etablierte Projekte wie SDX, Compliance Utility oder SIX Cyber Security wurden durch neuere Initiativen ergänzt. Dazu gehören Planster, eine Plattform, die KMU bei der Suche nach dem richtigen Nachfolger unterstützt, und SIX Rating, eine neue Lösung zur Bonitätsbewertung von festverzinslichen Instrumenten.