Wichtigste Ergebnisse des SIX Trader Survey:

  • 88% der Händler bestätigen eine Verlagerung von aktiven zu passiven Anlagen und 72% erwarten, dass das Niveau passiver Anlagen im nächsten Jahr weiter steigen wird.
  • Mehr als 85% der Händler erwarten, dass ein Anstieg passiver Investitionen die globalen Märkte beeinflussen wird, aber nur 40% sehen diese Entwicklung positiv für ihre Unternehmen.
  • Regulierungen wie MiFID II werden in den nächsten 12 Monaten die mit Abstand grösste Herausforderung sein.
  • Die Handelstätigkeit 2018 wird hauptsächlich von den Massnahmen der EZB getrieben, während die Regulierung mehr Einfluss als der Brexit haben dürfte.

Die überwiegende Mehrheit der europäischen Börsenhändler beobachtet eine Verlagerung von aktiven zu passiven Anlagen. Im jüngsten Trader Survey von SIX haben über 88% der Befragten diese Entwicklung bestätigt – und 72% erwarten eine Fortsetzung.

Sehr homogen fiel auch die Meinung der Trader über die daraus resultierenden Auswirkungen. Beachtliche 85% glauben, dass ein weiterer Anstieg der passiven Investitionen die globalen Märkte verändern könnte. Dabei sehen nur 40% der europäischen Händler den Anstieg passiver Investitionen als positive Entwicklung für ihre Unternehmen an.

Die Haupttreiber passiver Anlagen sind nach Ansicht von Händlern die Kosteneffizienz (44%), gefolgt von der bevorstehenden Einführung von MiFID II im Januar 2018 (31%), während das Handelsumfeld (17%) die Balance zwischen aktiven und passiven Anlagen nicht stark beeinflussen dürfte. Allerdings äusserten die Trader Bedenken über den Wachstumstrend: 44% der Befragten sehen ein Risiko für die Preisbildung aufgrund der derzeitigen Handelsniveaus in passiven Anlagen.

Ein Hauptproblem, das 74% der Händler genannt haben, war der Mangel an Liquidität an den globalen Märkten. Davon betroffen sei insbesondere der Fixed-Income-Bereich mit 34%, gefolgt vom Aktiensektor (26%). Hingegen ist es angesichts des Anstiegs der passiven Anlagen wenig überraschend, dass nur 3% in den ETF/ETP-Segmenten einen Liquiditätsmangel feststellten.

Als grösste Herausforderung in den nächsten 12 Monaten nennen Trader das Thema Regulierung. Dieser Meinung sind 73% der Befragten und somit weit mehr als die 55% im letzten SIX Trader Survey im April 2017. Die Massnahmen der Europäischen Zentralbank wurden von 46% der Händler als wichtigster Treiber der Handelsaktivitäten im nächsten Jahr, gefolgt von «MiFID III» (24%), Trump (16%) und Brexit (11%).

Trotz der Unsicherheiten bezüglich des Marktumfelds waren die Händler optimistischer als im letzten SIX Trader Survey. Rund 61% gaben an, dass ihr Unternehmen in drei Jahren etwa die gleiche Anzahl oder mehr Mitarbeiter beschäftigen würde, verglichen mit 48% bei der letzten Umfrage.

André Buck, Head Sales SIX Swiss Exchange, kommentierte: «Unsere Umfrageergebnisse zeigen, dass der Anstieg der passiven Investitionen sich fortsetzen wird. Aber es bestehen Bedenken, was dies für die globalen Märkte bedeuten könnte. Gleichzeitig stehen die Händler vor weiteren Herausforderungen, von denen die 2018 in Kraft tretenden Regulierungen die grösste darstellen.»

Der SIX Trader Survey wurde zwischen dem 26. Oktober 2017 und dem 8. November 2017 durchgeführt. Die Antworten stammen von 185 Tradern aus ganz Europa, von denen 61% in Aktien, 14% in Anleihen, 13% in Strukturierten Produkten sowie 12% in ETFs/ETPs oder anderen Produkten handeln. Die erste Umfrage im April 2017 befasste sich mit dem Blockhandel. Weitere Umfragen sollen 2018 durchgeführt werden.


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Für Fragen steht Ihnen Julian Chan, Media Relations, gerne zur Verfügung.

 
SIX
SIX betreibt und entwickelt Infrastrukturdienstleistungen in den Bereichen Wertschriften, Zahlungsverkehr und Finanzinformationen mit dem Ziel, die Effizienz, Qualität und Innovationskraft über die gesamte Wertschöpfungskette des Schweizer Finanzplatzes zu erhöhen. Das Unternehmen befindet sich im Besitz seiner Nutzer (127 Banken) und erwirtschaftete 2017 mit rund 4‘000 Mitarbeitenden und einer Präsenz in 23 Ländern einen Betriebsertrag von über 1,9 Milliarden Schweizer Franken sowie ein Konzernergebnis von 207,2 Millionen Schweizer Franken.
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