Standardisierung

Standardisierung

SIX trägt zur Standardisierung des nationalen und internationalen Zahlungsverkehrs bei.

Überblick

Standardisierung

SIX Interbank Clearing ist in Gremien und Kommissionen rund um Standardisierungsfragen des nationalen und internationalen Zahlungsverkehrs eingebunden. Sie trägt mit dazu bei, dass Schweizer Finanzinstitute ihre Produkte und Dienstleistungen rechtzeitig auf soliden und marktgerecht vernetzten Plattformen aufsetzen können. Damit der reibungslose Ablauf im Zahlungsverkehr gewährleistet bleibt.

IBAN

IBAN ist die international standardisierte Darstellung einer Kontonummer. Sie wurde von der ISO (International Organization for Standardization) und der ECBS (European Committee for Banking Standards) zur Vereinfachung des grenzüberschreitenden Zahlungsverkehrs geschaffen.

Die Darstellung von herkömmlichen Kontonummern im standardisierten IBAN-Format erleichtert die Erfassung, Weiterleitung und Verarbeitung von Zahlungsdaten.

EBICS

«Electronic Banking Internet Communication Standard» (EBICS) ist ein standardisiertes, frei verfügbares internetbasiertes Kommunikationsprotokoll für die sichere Übertragung von Dateien. Neben dem Einsatz für die Datenübertragung zwischen Firmenkunden und Finanzinstituten wird EBICS verstärkt auch im Interbankenbereich von Finanzdienstleistern und Servicebüros genutzt. Zur weit verbreiteten Anwendung im Zahlungsverkehr (Zahlungsaufträge, Kontoauszüge etc.) kommt EBICS auch zunehmend bei Wertschriften und für die Übertragung von Dokumenten (pdf) und Stammdaten zum Einsatz.

Empfehlungen für die Umsetzung der Version 2.x

Die vorliegenden Empfehlungen des EBICS-Standards für den Finanzplatz Schweiz werden von Schweizer Finanzinstituten seit 2016 unterstützt. Der Einsatz von EBICS ist für die Institute in der Schweiz freiwillig.

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Empfehlungen für die Umsetzung der Version 3.0

Die Empfehlungen zur EBICS Version 3.0 werden von Schweizer Finanzinstituten ab November 2021 unterstützt. Die Verfügbarkeit dieser Version für die Migration früherer EBICS-Versionen (2.x) muss jeweils mit den einzelnen Finanzinstituten abgestimmt werden.

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NASO

Im Auftrag des Finanzplatzes Schweiz unterstützt SIX Interbank Clearing in ihrer Rolle als National Adherence Support Organisation (NASO) die Schweizer Finanzinstitute in den administrativen Fragen und begleitet den Anmeldeprozess.

Teilnahme am SEPA-Überweisungsverfahren

Finanzinstitute müssen die folgenden Formulare im Word-Format, ordnungsgemäss unterzeichnet und datiert, bei SIX Interbank Clearing einreichen. Nach der Prüfung leitet SIX Interbank Clearing die Dokumente an den EPC (European Payments Council) weiter, der dem Finanzinstitut den Eingang schriftlich bestätigt. Der EPC informiert das Finanzinstitut auch direkt über den Zulassungsentscheid.

Formular 1:

Formular 2:

Formular 3:

Teilnahme am SEPA Instant Credit Transfer

Finanzinstitute, die am SEPA-Überweisungsverfahren (instant credit transfer) teilnehmen wollen, haben folgende Formulare im Word-Format datiert und unterzeichnet bei SIX Interbank Clearing einzureichen:

Formular 1:

Formular 2:

Formular 3

Nach inhaltlicher und formaler Prüfung leitet SIX Interbank Clearing die erforderlichen Dokumente an den EPC weiter, der deren Empfang dem Finanzinstitut schriftlich bestätigt. Der Zulassungsentscheid wird dem Finanzinstitut ebenfalls durch den EPC mitgeteilt.

Teilnahme am SEPA-Lastschriftverfahren

Finanzinstitute, die an SEPA-Lastschriftverfahren teilnehmen wollen, haben folgende Formulare im Word-Format auszufüllen, farbig auszudrucken und unterschrieben an die
National Adherence Support Organisation CH/LI,
c/o SIX Interbank Clearing AG,
Operations Center, Postfach,
CH-8021 Zürich einzureichen:

Nach inhaltlicher und formaler Prüfung leitet SIX Interbank Clearing die erforderlichen Dokumente an den EPC weiter, der deren Empfang dem Finanzinstitut schriftlich bestätigt. Der Zulassungsentscheid wird dem Finanzinstitut ebenfalls durch den EPC mitgeteilt. 


Identifikationsnummer SEPA-Lastschriftverfahren

Struktur der Identifikationsnummer

  • Teil a: Stelle 1 und 2: ISO-Ländercode der Schweiz (CH), Liechtenstein (LI).
  • Teil b: Stelle 3 und 4: Zweistellige Prüfziffer (Modulo 97-10) über die Teile a und d (Teil c wird nicht berücksichtigt).
  • Teil c: Stelle 5 bis 7: Dreistelliger Creditor Business Code, der vom Zahlungsempfänger für die Kennzeichnung eines Geschäftsfeldes im gleichen Haus beliebig festgelegt werden kann. Wird kein Creditor Business Code verwendet, ist "ZZZ" zu nutzen.
  • Teil d: Stelle 8 bis 18: 11-stellige, numerische nationale Identifikationsnummer, die den Zahlungsempfänger innerhalb der Schweiz bzw. Liechtenstein eindeutig identifiziert. Sie wird beginnend mit 1 fortlaufend vergeben und mit führenden Nullen aufgefüllt.
     

Antragstellung & Vergabe

Anträge auf Erteilung einer Identifikationsnummer können ausschliesslich online durch Finanzinstitute gestellt werden. Zahlungsempfänger müssen ihre Identifikationsnummern daher über ein Finanzinstitut beantragen. Voraussetzung hierfür ist, dass der Zahlungsempfänger seinen Hauptwohnsitz bzw. Hauptgeschäftssitz in der Schweiz/Liechtenstein hat.

Grundsätzlich kann dieselbe Identifikationsnummer gleichzeitig für das SEPA-Basislastschriftverfahren und das SEPA-Firmenlastschriftverfahren genutzt werden. Pro Zahlungsempfänger (Firmenname und Adresse) wird eine eigene Identifikationsnummer vergeben, welche standardmässig den «Creditor Business Code» ZZZ (Teil c) enthält. Über den Creditor Business Code hat der Zahlungsempfänger die Möglichkeit, verschiedene Geschäftsfelder in seinem Hause zu kennzeichnen.

Mit der Zuteilung einer Identifikationsnummer ist keine Zulassung zum Einzug von Lastschriften im SEPA-Lastschriftverfahren verbunden. Diese kann nur durch das kontoführende Finanzinstitut des Zahlungsempfängers erfolgen.

Ergeben sich beim Zahlungsempfänger Veränderungen (z.B. Namensänderung, Wechsel der Rechtsform o.ä.), muss keine neue Identifikationsnummer beantragt werden. Dasselbe gilt auch bei Änderungen der Anschrift (z.B. Strasse) und bei einem Wechsel der Bankverbindung. Der Zahlungsempfänger hat jedoch auf Verlangen seines Finanzinstitutes den Nachweis zu erbringen, dass durch die Änderungen seine Identität im Übrigen gewahrt bleibt.

Wird ein Geschäft als Ganzes auf einen neuen Rechtsträger übertragen, ist die Identifikationsnummer des Zahlungsempfängers des übernehmenden Unternehmens zu verwenden. Die bisherige Identifikationsnummer des Zahlungsempfängers ist durch sein Finanzinstitut schriftlich zur Löschung aufzugeben.

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