2020

20.02.2020 – Basler Kantonalbank

Der Konzern BKB erzielt in anspruchsvollem Marktumfeld ein solides Geschäftsergebnis

20. Februar 2020

Der Konzern BKB erzielt in anspruchsvollem Marktumfeld ein solides Geschäftsergebnis

Der Konzern BKB hat die Strategieumsetzung und den Konzernumbau konsequent weitergeführt. In einem anspruchsvollen Marktumfeld und intensivem Transformationsjahr wurde ein Ergebnis erzielt, das im Rahmen der Erwartungen liegt. Dank dem diversifizierten Geschäftsmodell konnte der Geschäftsertrag praktisch auf dem Vorjahresniveau gehalten werden. Im moderaten Anstieg des Geschäftsaufwands spiegeln sich die Investitionen in die Strategie und den Konzernumbau wider. Die hohe Gesamtkapitalquote zeugt von einer weiterhin sehr guten Kapitalisierung und Sicherheit des Konzerns.

Solides operatives Ergebnis

Nach rund fünf Jahren hat sich das Negativzinsumfeld erstmals in einem spürbar tieferen Zinserfolg niedergeschlagen. Der fortgesetzte Margenschwund, die abgeflachte Zinskurve sowie die Tatsache, dass der Konzern die von der SNB belasteten, zunehmenden Negativzinsen nicht systematisch den Kunden weitergibt, haben zu einem Rückgang um -4,4 Prozent auf 346,1 Millionen Franken geführt. Dank einer breit abgestützten Ertragsbasis mit einem erfreulichen Ertragswachstum beim Handelsgeschäft (+15,5 Prozent auf 69,2 Millionen Franken) sowie beim Kommissions- und Dienstleistungserfolg (+1,8 Prozent auf 125,2 Millionen Franken) konnten die Einbussen beim Zinsengeschäft nahezu kompensiert werden. Der Geschäftsertrag lag mit 548,3 Millionen Franken um -1,9 Prozent unter dem Vorjahresergebnis.

Weiterentwicklung des Konzerns

In den kommenden Monaten ist von einem anhaltenden Druck auf den Zinsertrag auszugehen. Deshalb wurden auch 2019 umfangreiche Mittel und Ressourcen in strategische und strukturelle Massnahmen zur Weiterentwicklung des Konzerns investiert. Die konsequente Ausrichtung der Beratung auf die Kundenbedürfnisse, die Modernisierung der Infrastruktur, die Optimierung bzw. Harmonisierung von Kernprozessen und die Verstärkung mit hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zur Erschliessung neuer Geschäftsfelder führten zu einem um +2,4 Prozent erhöhten Geschäftsaufwand (355,3 Millionen Franken). Dabei ist zu beachten, dass der Sachaufwand dank einem rigiden Kostenmanagement trotz der Investitionen nur um +0,3 Prozent (auf 148,8 Millionen Franken) gestiegen ist. Der operative Bruttogewinn (Geschäftsertrag, abzüglich Geschäftsaufwand ohne Wertberichtigungen und Restrukturierungsrückstellungen) liegt mit 198,8 Millionen Franken (-5,0 Prozent) im Rahmen der Erwartungen und belegt das solide, operative Ergebnis im Transformationsjahr.

Sondereffekte erschweren Vorjahresvergleich auf Ebene Konzerngewinn
Im Jahresvergleich ist der Konzerngewinn auf 111,8 Millionen Franken gesunken (-78,6 Millionen Franken). Der Rückgang ist auf einmalige Sondereffekte im Vorjahr zurückzuführen und deshalb nur beschränkt aussagekräftig. Erstens wurde 2018 - weitgehend durch den "Badwill" im Rahmen der vollständigen Übernahme der Bank Cler - ein ausserordentlicher Ertrag von knapp 85 Millionen Franken ausgewiesen. Zweitens wurden insgesamt 42 Millionen Franken an Rückstellungen aufgelöst, wovon der Grossteil aus dem Abschluss des US-Steuerstreits stammte.

Kräftiges Wachstum und sehr gute Kapitalisierung
Der Konzern BKB hat 2019 seinen risikobewussten Wachstumskurs fortgesetzt. Die Bilanzsumme ist moderat auf 44,8 Milliarden Franken gestiegen (+1,8 Prozent) und bei den Hypothekarforderungen konnte eine kräftige Zunahme (+5,2 Prozent) auf 28,7 Milliarden Franken verzeichnet werden. Durch die aktive Kreditportfoliosteuerung wurden die Risiken diversifiziert bzw. gemindert. Praktisch im Gleichschritt zu den Hypotheken sind auf der Passivseite die Kundeneinlagen (+6,1 Prozent auf 26,5 Milliarden Franken) gewachsen. Aufgrund der gesunden Entwicklung des Kreditportefeuilles und weil das Eigenkapital durch die Bildung von Reserven für allgemeine Bankrisiken (+41,8 Millionen Franken) gesteigert wurde, übertrifft die Kapitalisierung mit einer Gesamtkapitalquote von 17,4 Prozent das Ziel für das regulatorische Kapital (12,8 Prozent) bei weitem.

Kunden profitieren von hoher Performance

Das Wachstum des Anlagegeschäfts ist ein wesentlicher Werttreiber und damit ein zentrales Ziel für den Konzern. Die gesamten Kundenvermögen sind 2019 um rund +7,2 Prozent oder +3,2 Milliarden auf 47,9 Milliarden Franken gestiegen. Die kundenbasierte Beratung, nachhaltige Anlagelösungen und eine sehr gute Jahresperformance begünstigten das Wachstum beim Depotvermögen um +1,7 Milliarden Franken auf 20,6 Milliarden Franken.

Konzernintegration erfolgt reibungslos und plangemäss
Im zweiten Jahr der Strategieperiode 2018 bis 2021 wurden wichtige Meilensteine erreicht, auf denen der Konzern BKB seine Zukunft aufbauen kann. Die Integration der Bank Cler ist strukturell abgeschlossen; die Organisation und Governance neu ausgerichtet und die Geschäftsleitung der Bank Cler neu besetzt. Damit wurden die Zusammenarbeit und die Effizienz signifikant verbessert. Die Realisierung der Synergien verläuft reibungslos und die Bank Cler konnte sich plangemäss als digitales Kompetenzzentrum etablieren. Neben der Weiterentwicklung der Smartphone-Bank Zak treibt sie auch die Themen Digital Assets und Data Analytics voran. Zur nachhaltigen Stärkung der Ertragskraft und der Skalierbarkeit werden die Kernprozesse weiter vereinfacht, harmonisiert und die Infrastruktur verbessert.

Kundenbegeisterung im Fokus
Um für die Kundschaft einen erkennbaren Mehrwert zu schaffen, hat der Konzern BKB in die Qualität von Dienstleistungen, Beratung und Produkten investiert. Zentral unter diesem Aspekt ist vor allem die Einführung des zielbasierten Beratungsprozesses für Privatkunden. Daneben wurden das digitale Angebot bzw. die mobile Bank "Zak" ausgebaut und das Onlineportal der BKB weiterentwickelt. Die beiden neu geschaffenen Konzerneinheiten "Data Analytics" und "Customer Experience" helfen dabei, die Kunden und ihre Bedürfnisse konsequent in den Fokus zu rücken bzw. überzeugende Kundenerlebnisse zu schaffen.

Konsequent nachhaltig - für die Umwelt und für die Kundschaft
Nachhaltigkeit hat im Konzern eine über 15-jährige Geschichte. Dank den Anstrengungen zur Verbesserung der Betriebsökologie konnten die Emissionen in den letzten Jahren deutlich gesenkt werden. Beide Konzernbanken kompensieren seit 2018 ihre Restemissionen und gelten damit als klimaneutral. Mit der neuen Umwelt- und Klimapolitik des Konzerns wurden im Berichtsjahr verstärkt die Chancen und Risiken im Zusammenhang mit dem Klimawandel adressiert; auch im Zusammenhang mit dem Kerngeschäft der Bank. Im Bereich der Vermögensverwaltung werden den Kundinnen und Kunden seit dem letzten Jahr die nachhaltigen Delegationslösungen (Vermögensverwaltungsmandate, Anlagelösungen) als Standard angeboten.


Anlagekompetenz mit klarem Kundennutzen

Mit innovativen Angeboten, klarem Fokus auf die Nachhaltigkeit, moderner Anlagestrategie, erstklassigem mehrjährigem Track-Record und einer kostengünstigen Umsetzung hat das Asset Management des Konzerns seine Anlagekompetenz auch 2019 unter Beweis gestellt. Gerade im aktuellen Negativzinsumfeld sind die beiden Konzernbanken deshalb in der Lage, ihrer Kundschaft aus Risiko und Renditeoptik sinnvolle Anlagealternativen zu bieten. Die Anlagelösungen belegen aufgrund ihrer anhaltend guten Performance bei mehreren externen Fondsmanager-Rankings die vordersten Ränge.

Ausblick 2020

Das Marktumfeld wird herausfordernd bleiben. Der Konzern BKB rüstet sich für die Zukunft, indem er die eingeleitete Strategie konsequent und risikobewusst weiterführt. Um den weiter schwindenden Zinserfolg zu kompensieren und die Ertragsbasis zu verbreitern, treibt er das Anlagegeschäft voran und dringt auch in neue Geschäftsbereiche im Handel vor. Vor diesem Hintergrund werden auch 2020 umfassende Investitionen nötig sein. Dabei bleibt ein hohes Kostenbewusstsein zentral. Durch die Zentralisierung von Backoffice-Einheiten und die Vereinfachung von Kernprozessen auf Konzernstufe sollen messbare Effizienzgewinne und Skaleneffekte realisiert werden. Für das 2020 ist ein operatives Ergebnis im Rahmen des Vorjahres zu erwarten.

Weiterführende Informationen und Zahlentabellen
Die detaillierten Informationen zu den Jahresabschlüssen von Stammhaus Basler Kantonalbank und Konzern BKB sind im Online-Portal abrufbar: www.bkb.ch. Die heute publizierte Medienmitteilung der Bank Cler finden Sie unter diesem Link.

Ausgewählte Kommentare zum Stammhaus BKB

Gute operative Leistung und hervorragende Kapitalstärke

Das diversifizierte Geschäftsmodell bzw. das Ertragswachstum im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft (+2,7% auf 69,8 Millionen Franken) sowie im Handelsgeschäft (+20,1 Prozent auf 59,1 Millionen Franken) konnten im Stammhaus den Ertragsrückgang aus dem Zinsengeschäft (-6,7 Prozent auf 173,6 Millionen Franken) kompensieren. Der Geschäftsertrag beim Stammhaus ist mit 375,6 Millionen Franken um +1,5 Prozent höher als im Vorjahr. Bedingt durch die Investitionen in die Zukunft ist im Stammhaus der Geschäftsaufwand um +4,7% auf 216,1 Millionen leicht gestiegen. Daraus resultiert beim Stammhaus ein Rückgang des Jahresgewinns um -2,3 Prozent auf 100,8 Millionen Franken. Die Gesamtkapitalquote konnte im Vergleich zum Vorjahr nochmals deutlich auf einen Spitzenwert von 20,0 Prozent (Vorjahr 17.6%) gesteigert werden. Aufgrund der erstklassigen Kapitalisierung bzw. der hohen Sicherheit hat Standard & Poor's im November 2019 das AA+-Rating der BKB bestätigt.

PS-Inhaber und der Kanton Basel-Stadt partizipieren am soliden Ergebnis
Die Gesamtablieferung an den Kanton Basel-Stadt beträgt wie im Vorjahr 77,0 Millionen Franken. Auch die Inhaber von BKB-Partizipationsscheinen profitieren vom soliden Ergebnis: Bei einer konstanten Dividende (CHF 3.10) und einem Kursgewinn um +4,5 Prozent liegt die Gesamtperformance bei +8,7 Prozent.

Refinanzierung der bestehenden Additional Tier 1-Anleihe
Die BKB plant, die nachrangige Additional Tier 1-Anleihe aus dem Jahr 2015 (S&P Rating BBB‑) über 100 Millionen Franken zum ersten Kündigungstermin per 1. April 2020 zu kündigen respektive zurückzuzahlen und durch eine neue, nachrangige AT1-Anleihe zu refinanzieren.

Für weitere Auskünfte

Patrick Riedo
Leiter Kommunikation
Basler Kantonalbank
Telefon 061 266 27 89
medien@bkb.ch


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