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Aktien

Eine Aktie beschreibt zwei Aspekte. Einerseits bezieht sich der Begriff auf den rechtlichen Anteil eines Aktionärs an einer Aktiengesellschaft (AG) - das sogenannte Beteiligungsrecht - andererseits verkörpert die Aktie das Wertpapier, das diesen Anteil bescheinigt (im römischen Recht ist "actio" das Anteilsrecht).

Mit dem Kauf einer Aktie wird der Käufer zum Aktionär. Er ist somit Anteilsbesitzer am Aktienkapital, was bedeutet, dass er einen Teil des Gesellschaftsvermögens des Unternehmens mitbesitzt. Somit partizipiert er am Erfolg des Unternehmens, direkt über die Gewinnausschüttung sowie indirekt über den Kursverlauf und kann durch seinen rechtlichen Anteil am Unternehmen mitwirken. Der Kurs der Aktien wird im Börsenhandel gebildet. Die Aktien gewähren dem Aktionär aber kein Forderungsrecht. Er kann beispielsweise kein Anspruch auf Rückerstattung des investierten Kapitals erheben.

Aktie als rechtlicher Anteil

Das Schweizerische Obligationenrecht (OR) regelt die Aktiengesellschaft und enthält Bestimmungen über die Aktien. Jede Aktiengesellschaft bestimmt bei ihrer Gründung ihr Grundkapital (auch Aktienkapital genannt), das mindestens CHF 100'000 beträgt. Dieses Grundkapital wird in Aktien gestückelt. Jede Aktie hat denselben Nennwert, der durch die Gründer gewählt wird, beispielsweise CHF 100. Die Gesamtheit aller Aktien multipliziert mit dem Nennwert ergibt wiederum das Grundkapital. In diesem Beispiel würden also 1'000 Aktien ausgegeben, wenn vom minimalen Grundkapital von CHF 100'000 ausgegangen wird (100 x 1'000 = 100'000). Der Nennwert der Aktie hat jedoch nichts mit ihrem Marktwert zu tun. Der Wert der Aktie verändert sich entsprechend Angebot und Nachfrage des Marktes sowie dem Zustand des Unternehmens, das die Aktien ausgibt.

Die Aktie verleiht dem Aktionär Mitgliedschafts- und Vermögensrechte:

Rechte Beschreibung
Mitgliedschaftsrechte Durch den Aktienbesitz kann der Aktionär bei der Bestimmung der Geschicke der Aktiengesellschaft (AG) mitwirken. Dies gemäss OR durch Teilnahme an der Generalversammlung (GV), durch Stimm- und Wahlrecht sowie Einsichts- und Auskunftsrecht. In der Regel verfügt eine Aktie über eine Stimme.
Vermögensrechte Der Aktienbesitz führt dazu, am Vermögen beziehungsweise am Gewinn beteiligt zu werden. Das OR zählt hierbei den Anspruch auf die Dividenden (Anteil am Jahresgewinn - sofern eine ausbezahlt wird), das Bezugsrecht auf neue Aktien bei einer Kapitalerhöhung sowie das Recht auf den Liquidationsanteil im Falle der Auflösung der Aktiengesellschaft auf.

Die Aktie als Wertpapier

Wertpapiere sind Urkunden, die im Falle von Aktien eine Beteiligung an einer Aktiengesellschaft "verbriefen", was bedeutet, dass die Aktie als rechtlich gültiges Dokument fungiert, die den Anteilsbesitz bescheinigt. Die Aktie besteht in der Regel aus Mantel und Bogen. Der Mantel verbrieft die Rechte der Aktie. Er enthält die Firma des Ausstellers, die Nummer des Wertpapiers, den Nennbetrag, Ort und Datum der Ausstellung sowie Unterschriften des Vorstandes und des Aufsichtsratsvorsitzenden. Der Bogen hingegen enthält den Coupon und den Erneuerungsschein.

Gemäss OR sind die Mitgliedschafts- und Vermögensrechte mit der Urkunde so verknüpft, dass sie «ohne die Urkunde weder geltend gemacht noch auf andere übertragen werden können».

Früher wurde jede einzelne Aktie in Papierform im Depot der Bank des Kunden verwahrt. Erteilte der Kunde einen Verkaufsauftrag, mussten die betreffenden Wertpapiere von der Bank des Verkäufers zur Bank des Käufers transportiert und wieder eingelagert werden. Heute findet die Verwahrung von Schweizer Aktien zentral bei der SIX Securities Services statt. Die Urkunden bestehen teilweise noch immer physisch, die Besitzerwechsel werden jedoch nur noch elektronisch abgewickelt. Bei kleineren Familien-Aktiengesellschaften werden die Anteile an der Aktiengesellschaft oft nicht als Wertpapier bescheinigt.