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Veröffentlicht am
5 September 2024
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Die Einführung von Kryptowährungen war ursprünglich als Antwort auf das traditionelle Finanzsystem gedacht, um eine dezentralisierte und weniger regulierte Alternative zu schaffen. Jüngste Entwicklungen zeigen jedoch, dass Kryptowährungen beginnen, den weltweit anerkannten und etablierten Standard ISO 20022 für den Austausch von Finanzmeldungen zu adaptieren.
Dieser Schritt kann als Versuch gesehen werden, die Interoperabilität mit traditionellen Finanzsystemen zu verbessern und gleichzeitig die Akzeptanz und das Vertrauen in Kryptowährungen zu erhöhen.
Vorteile der Standardisierung und Interoperabilität
ISO 20022 schafft einen global anerkannten Rahmen für den Austausch von Meldungen für grenzüberschreitende Zahlungen, einschliesslich Kryptowährungen. Diese Standardisierung erleichtert die Integration von Kryptowährungen in bestehende Finanzinfrastrukturen.
Verbesserte Compliance
Die Einhaltung von ISO 20022 kann Kryptowährungen dabei helfen, regulatorische Anforderungen effizienter zu erfüllen, was ihre Glaubwürdigkeit und das Vertrauen bei Regulierungsbehörden und traditionellen Finanzakteuren stärkt.
Integration zusammen mit Zentralbanken und Finanzinstituten
ISO 20022-konforme Kryptowährungen haben bessere Chancen, sich in zentralisierte Zahlungssysteme integrieren zu lassen.
Optimierung des grenzüberschreitenden Zahlungsverkehrs
Durch die Anpassung an ISO 20022 können Kryptowährungen von schnelleren und kosteneffizienteren Zahlungsabwicklungen profitieren, was sie insbesondere für den grenzüberschreitenden Handel und Überweisungen attraktiver macht.
Mehr Vertrauen und Transparenz
Die Einhaltung von ISO 20022 trägt zu mehr Vertrauen und Transparenz in der Kryptowährungsindustrie bei. Ein strukturiertes Format für Zahlungsmeldungen reduziert das Fehlerrisiko und fördert die Sicherheit von Kryptowährungstransaktionen.
Beispiele
Zu den Kryptowährungen, die auf den ISO-20022-Standard setzen, gehören Algorand (ALGO), Cardano (ADA), Hedera (HBAR), IOTA (MIOTA), Quant (QNT), Ripple (XRP), Stellar (XLM) und das XDC-Netzwerk (XDC). Diese Währungen nutzen den Standard, um ihre Kompatibilität mit traditionellen Finanzsystemen zu verbessern und eine nahtlose Integration zu ermöglichen, was zu schnelleren Transaktionen und einer grösseren Akzeptanz führt.
Ein Schritt in Richtung Mainstream?
Die Integration von ISO 20022 in das Öko-system der Kryptowährungen stellt einen bemerkenswerten Meilenstein in der Evolution digitaler Währungen dar. Obwohl einige Enthusiasten der Meinung sein könnten, dass dies im Widerspruch zur ursprünglichen Philosophie der Kryptographie steht, könnte es sich tatsächlich als unerlässlicher Schritt erweisen, um die Akzeptanz und vielfältige Funktionalität von Kryptowährungen zu fördern. Wie sich diese Dynamik entfaltet und welche Auswirkungen sie auf das globale Finanzsystem haben wird, bleibt abzuwarten.
Peter Ruoss Product Owner Payment Software Partners, UBS Switzerland AG
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