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Veröffentlicht am
5 Dezember 2024
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Seniorinnen und Senioren nutzen digitale Zahlungsmittel kaum, so die weit verbreitete Meinung. Tatsächlich sind die Stille Generation, die Babyboomer und die Generation X oft weniger technikaffin als Jüngere, weil sie nicht mit den heutigen digitalen Systemen aufgewachsen sind und daher weniger Berührungspunkte damit haben. Sicherheitsbedenken und die Komplexität neuer Technologien sind häufige Gründe für diese Zurückhaltung. Zudem fällt es diesen Altersgruppen oft schwerer, sich an die rasante technologische Entwicklung anzupassen und neue Verfahren zu erlernen.
Aber auch immer mehr ältere Menschen interessieren sich für digitale Zahlungsmittel und verwenden sie – selbst in den sogenannten Bargeldländern der DACH-Region. Im Jahr 2017 nutzten laut Schweizerischer Nationalbank nur etwa 20 % der über 65-Jährigen regelmässig kontaktlose Bezahlmethoden. Heute sind es bereits über 60 %. In Österreich und Deutschland verlief die Entwicklung im gleichen Zeitraum ähnlich: Die entsprechenden Zahlen stiegen von 20 % auf 55 % beziehungsweise von 15 % auf 50 %. Damit liegen die deutschsprachigen Länder deutlich unter dem europäischen Durchschnitt von rund 70 %, den der World Payments Report 2023 von Capgemini und BNP Paribas ausweist. Dieser Wert ist jedoch kritisch zu betrachten, da nicht nur Deutschland, sondern auch die anderen bevölkerungsreichen Staaten Europas deutlich darunter liegen. Lediglich die nordischen Länder mit ihrer traditionell hohen Akzeptanz bargeldloser Zahlungsmethoden weisen überdurchschnittliche Werte auf. Norwegen liegt bei 75 %, Schweden bei 80 %. Dänemark und Finnland folgen mit jeweils 70 %.
In Nordamerika liegt die Nutzung in den beschriebenen Altersgruppen bei etwa 65 %. Die asiatisch-pazifischen Länder wie Japan und Südkorea verzeichnen eine Rate von rund 60 %. Das Schlusslicht bildet Lateinamerika mit einer noch geringeren, aber ebenfalls steigenden Nutzung. Rund die Hälfte der älteren Menschen bezahlt dort kontaktlos. Eines haben alle Weltregionen gemeinsam: Der Trend weg vom Bargeld hin zu kontaktlosen Bezahlverfahren scheint unaufhaltsam – auch bei Seniorinnen und Senioren.
Laut dem Report wird das Volumen bargeldloser Transaktionen bis 2027 weltweit jährlich um 15 % wachsen. Die Ausweitung von Instant Payments, die Einführung von ISO 20022 und die Verbreitung von Zahlungsmethoden wie Wallets, QR-Code und Konto-zu-Konto-Zahlungen würden diesen Trend zusätzlich unterstützen. Trotz des Wachstums sähen sich die Unternehmen einigen Herausforderungen gegenüber, wie etwa dem hohen Kosten- und Ertragsdruck. Dies lasse wenig Raum für Innovationen.
Die fortschreitende Digitalisierung und die Einführung neuer Technologien werden die Nutzung digitaler Bezahlverfahren auf jeden Fall noch weiter vorantreiben. Das gilt ebenso für die älteren Generationen, die zunehmend die Bequemlichkeit dieser Zahlungsmethoden erkennen.
Gabriel Juri SIX
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