Die BIZ, die Bank der Zentralbanken, hat in einer Studie anhand von Millionen Transaktionsdaten der Zentralbank von Malaysia untersucht, wie maschinelles Lernen Anomalien bei Überweisungen erkennen kann. KI kann effektiv dabei helfen, die «Nadel im Heuhaufen» zu finden, also verdächtige Aktivitäten in einem grossen Datensatz zu identifizieren.
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Die Integration von KI und Deep Learning wird die Zukunft der Zahlungssysteme beeinflussen, auch für grenzüberschreitende Transaktionen. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass KI mehr Effizienz, Sicherheit und Compliance für traditionelle Zahlungssysteme leistet.
8 Juli 2026 3 Minuten
Das Forschungsinstitut Center for Financial Studies schätzt, dass der digitale Euro den Banken im Euroraum jährliche Gebühreneinbussen von bis zu 4,2 Milliarden Euro und zusätzliche Refinanzierungskosten von bis zu 20 Milliarden Euro bescheren könnte.
Die Zahlungsverkehrsinfrastruktur der Banken wird durch Fusionen und neue Technologien komplexer. Änderungen erfordern Planung und Tests. Und neue Treiber wie ISO 20022 und Instant-Zahlungen überfordern oft die Systeme. Regulatoren fordern daher bessere Kapazitäten und Sicherheit.
8 Juli 2026 2 Minuten
Digitale Wallets werden ein zentraler Bestandteil des digitalen Ökosystems und bieten Komfort sowie Benutzerfreundlichkeit. Eine Studie der Hochschule Luzern hat eine Taxonomie entwickelt, um Wallets anhand verschiedener Attribute zu kategorisieren und ihre vielfältigen Anwendungsfälle zu analysieren. Banken sollten sich strategisch überlegen, wie sie diese integrieren oder eigene Lösungen entwickeln.
Im deutschen E-Commerce-Handel fallen bei einigen Zahlungsverfahren hohe Prozesskosten an. Im Durchschnitt kostet es 10 Euro, wenn bei einem Kauf- und Bezahlvorgang etwas schief läuft. Jede 20. Überweisung per Vorkasse und Zahlung auf Rechnung erfordert eine händische Bearbeitung.
Eine Mehrheit der befragten Fach- und Führungskräfte der deutschen Banken erwartet zwar die Einführung des digitalen Euro bis Ende der 20er-Jahre, 44 % sehen jedoch derzeit keinen klaren Mehrwert darin. Das fand das Institut «ibi research» an der Universität Regensburg in seiner neuen Studie heraus. 70 % sehen in Instant Payments einen der grössten Treiber für Veränderungen im Zahlungsverkehr und 86 % gehen davon aus, dass die Nutzung von Wallets in den nächsten zwei bis drei Jahren stark zunehmen wird.
Ein einziges Land betreibt sowohl ein CBDC als auch ein Instant Payments-System, um die finanzielle Inklusion und Effizienz zu erhöhen. Unterschiedliche Standards und Technologien erschweren jedoch die Interoperabilität. Einige Länder erwägen stattdessen Wholesale CBDCs.
8 Juli 2026 4 Minuten
Fast 90 % der Befragten erachten die Distributed-Ledger-Technologie in den nächsten drei Jahren als relevant für ihr Unternehmen – 17 % auch für den Einsatz im Zahlungsverkehr und bei Cash Services. Zu den grössten Wachstumstreibern gehört auch Embedded Finance, das seit der Umfrage vor einem Jahr die meisten Plätze gut gemacht hat.
Die Schweiz hat im August 2024 Instant-Zahlungen eingeführt. Im SEPA-Raum lag die Abdeckung anfänglich bei 1 % des Zahlungsverkehrs, in der Schweiz bei über 95 %. Die schnellste Transaktion dauert in der Schweiz nur 1,6 Sekunden, während sie in SEPA bis zu 10 Sekunden betragen kann.
5 Dezember 2024 2 Minuten
Laut Capgemini werden Instant Payments bis 2028 rund 22 % des weltweiten bargeldlosen Zahlungsverkehrs ausmachen. Vorreiter sind Brasilien und Indien. Das Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen identifiziert in seinem «World Payments Report 2025» zudem Wallets und P2P-Zahlungen als wichtige Treiber. Insbesondere in der EU würden regulatorische Massnahmen die zunehmende Vernetzung und Effizienz des Ökosystems vorantreiben, Innovationen fördern und die Konsumentinnen und Konsumenten schützen.
Die Schweiz nutzt bLink für den sicheren Datenaustausch zwischen Banken und Fintechs. Die EU plant mit FiDA einen verpflichtenden Zugang zu Kundendaten. Herausforderungen sind der Datenschutz und die Akzeptanz. Dies könnte den Wettbewerb beeinflussen und die Schweiz unter Druck setzen.
Ältere Menschen nutzen zunehmend digitale Zahlungsmittel. In der DACH-Region stieg die Nutzung kontaktloser Zahlungen bei über 65-Jährigen von 20 % im Jahr 2017 auf über 60 % im Jahr 2023. Der Trend weg vom Bargeld hin zu digitalen Zahlungen ist weltweit unaufhaltsam, auch bei Senioren.
«Vorbild TWINT: Europas neue Zahlungsplattform.» – So oder ähnlich lauteten die Schlagzeilen in den Schweizer Medien zur Lancierung des europäischen Bezahlsystems Wero. Ohne IBAN sollen Privatkundinnen und Privatkunden in wenigen Sekunden Geld verschicken können – per Mobiltelefonnummer oder E-Mail-Adresse. Vorerst funktioniert das System in Deutschland, Frankreich und Belgien für P2P-Zahlungen. Ab 2025 soll man mit Wero auch online und ab 2026 in Geschäften bezahlen können.
Bargeld verliert an Bedeutung, bleibt aber wichtig. Da die Zahl der Bancomaten in der Schweiz abnimmt, ist Pooling eine geeignete Lösung, um Kosten zu sparen und den Zugang zu sichern. Andere Länder wie Schweden und Finnland setzen Pooling bereits erfolgreich ein.
5 September 2024 2 Minuten
Die im vergangenen Jahr in Kraft getretenen EU-Vorschriften für die Zulassung von Kryptowerten (Markets in Crypto-Assets Regulation, MiCAR), einschliesslich E-Geld-Token (ETMs), gelten seit dem 30. Juni 2024. Zu den ETMs zählen auch Stablecoins. Eine Reihe von Fintech-Firmen hat bereits eine EU-Lizenz für die Ausgabe von auf Euro lautenden Tokengeld erhalten. Stablecoins von ausserhalb der EU/EWR, die nicht an den Euro gekoppelt sind, unterliegen strengeren Regeln. Eine grenzüberschreitende Kundenansprache z. B. aus der Schweiz wäre unter MiCAR nur in absoluten Ausnahmefällen zulässig. Eine regulatorische Äquivalenz zwischen der Schweiz und der EU ist bis auf Weiteres nicht absehbar.
Embedded Finance ermöglicht die direkte Integration von Finanzdienstleistungen in andere Plattformen, wie z.B. Reiseversicherungen bei Flugbuchungen. Diese Praxis gewinnt weltweit an Bedeutung. In der Schweiz ist sie noch wenig verbreitet, könnte aber in naher Zukunft stark zunehmen.
Die EBICS-Community der DACH-Länder und Frankreichs treibt die länderübergreifende Standardisierung des Übertragungsprotokolls in ganz Europa voran. Der Electronic Banking Internet Communication Standard (EBICS) ermöglicht die sichere Datenübertragung zwischen Unternehmen, Banken und anderen Finanzinstituten über das Internet – sowohl für Zahlungen als auch für Wertschriften und Stammdaten. Erste Entwürfe der neuen EBICS-Generation liegen vor. Sie zeigen, wie der Standard aus Kundensicht künftig weiterentwickelt werden soll. Alle Interessierten können noch bis zum 16. September 2024 Feedback geben.
CBDCs sind bei Zentralbankern beliebt, aber die Risiken überwiegen oft die Vorteile. In Nigeria ist eine CBDC trotz hoher Zustimmung gescheitert. In Kanada und der EU ist das Interesse gering. In Japan und der Schweiz wird letztlich das Volk über die Einführung derselben entscheiden.
Es gibt zahlreiche Diskussionen und Studien, die darauf hindeuten, dass kontaktlose POS-Zahlungen (NFC) nicht unsicherer sind als Transaktionen mit PIN-Eingabe. In einer Analyse stellt die Banque de France fest: Kontaktloses Bezahlen ist nicht riskanter. Diese Schlussfolgerung zieht die Zentralbank aus der Entwicklung der Betrugsrate bei französischen Karten. Diese liegt bei 0,011 % für beide Zahlungswege.
Die Schweiz hat SCION entwickelt, eine sichere Netzwerkarchitektur, die von der ETH Zürich, der SNB und SIX genutzt wird. SCION findet auch international Anwendung und wird von der IETF auf Standardisierung geprüft. Es bietet Routing-Kontrolle und Schutz vor Cyberangriffen.
6 Juni 2024 2 Minuten
Die Bank der Zentralbanken (BIZ) lanciert zusammen mit sieben Notenbanken, darunter die Schweizerische Nationalbank, und dem Privatsektor ein Grossprojekt. Ziel ist es, zu untersuchen, wie die Integration von tokenisierten Kundeneinlagen bei Geschäftsbanken und tokenisiertem Zentralbankgeld (CBDC) die Funktionsweise des Geldsystems und insbesondere den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr verbessern kann. Bereits vor einem Jahr konnte Swift gemeinsam mit Zentral- und Geschäftsbanken zeigen, dass sich grenzüberschreitende Transaktionen mit CBDCs nahtlos in bestehende Finanzinfrastrukturen integrieren lassen. Beide Initiativen, das Projekt Agorá der BIZ und der CBDC-Konnektor von Swift, laufen zwar unabhängig voneinander, verfolgen aber ähnliche Ziele. Es ist nicht bekannt, ob eine Koordination oder zumindest ein Informationsaustausch zwischen den beiden Projekten stattfindet, um Synergien zu schaffen.
Die Einführung von CBDCs schreitet weltweit voran. 134 Länder evaluieren digitales Zentralbankgeld, darunter 19 G20-Länder. Herausforderungen bestehen in den USA, wo die Entwicklung stockt. Trotz der Hürden scheinen CBDCs eine dauerhafte Rolle im Finanzsystem zu spielen.
Eine Studie der Universität St.Gallen zeigt, dass sich die volkswirtschaftlichen Kosten für Zahlungen am Verkaufspunkt auf knapp 1 % des Schweizer BIP belaufen. Bargeld erweist sich dabei als das teuerste Zahlungsmittel, mit Abstand gefolgt von Kredit- und Debitkarten.
Dezentrale Finanzdienstleistungen (DeFi) ermöglichen Finanztransaktionen ohne Intermediäre durch Smart Contracts. Obwohl die Umsätze noch klein und volatil sind, haben DeFi grosses Potenzial. Regulatorische Ansätze variieren weltweit, wobei die Schweiz einen offenen Ansatz verfolgt.
In einer aktuellen Studie untersucht die Deutsche Bundesbank die zukünftige Nutzung von Bargeld. Die Bundesbank warnt davor, dass der Zugang zu und die Akzeptanz von Bargeld in zwei der drei skizzierten Zahlungswelten nicht vollständig gewährleistet und die Stabilisierungsfunktion von Bargeld in Krisenzeiten gefährdet wäre.
Eine Studie zeigt, dass Regeln von Finanzintermediären die Nutzung von Zahlungstechnologien stark beeinflussen. Die Erhöhung des Maximalbetrags für kontaktlose Zahlungen von CHF 40 auf 80 während der COVID-Pandemie führte zu einem Nutzungsanstieg, besonders bei bereits aktiven Nutzern.
8 März 2024 2 Minuten
Drei Epochen haben den Zahlungsverkehr geprägt. Papierbasierte Transaktionen mit Bargeld, Checks und Banküberweisungen bis in die 1960er-Jahre. Dann Plastik mit physischen Karten und schliesslich Konto-zu-Konto-Zahlungen seit den 1990ern. Laut McKinsey stehen wir an der Schwelle zu einer vierten Epoche: der «Entkopplung» der Wertschöpfungskette. Diese ist dadurch gekennzeichnet, dass Zahlungen zunehmend von Konten entkoppelt werden. Banken werden sich nicht mehr allein auf das Paradigma des Kontobesitzes verlassen können. Sie werden «neue Geschäftsfelder aufbauen müssen, um die Kunden in ihrem Service-Ökosystem zu halten», heisst es in einem neuen Whitepaper von McKinsey. Das neue Zeitalter wird noch stärker von der Technologie abhängen und den Banken zahlreiche Möglichkeiten für Innovation, Differenzierung und Wachstum bieten.
Die EU-Kommission hat neue Regeln für Instant Payments vorgestellt, die auch die Schweiz betreffen. Dienstleister müssen Instant Payments rund um die Uhr anbieten, Gebühren dürfen nicht höher sein als für andere Überweisungen, und es sind tägliche Sanktionslisten-Abgleiche erforderlich.
Unter der Annahme, dass sich der angestrebte Anteil verzehnfacht, liessen sich die jährliche CO₂-Emissionen gemäss einer neuen Studie um mehr als die Hälfte senken. Dies entspricht der Menge an CO₂, die heute bei rund 120 Millionen gefahrenen Autokilometern anfallen würde.
Die internationale Standardisierung ist entscheidend für die sichere Online-Identifikation. Die SASFS unterstützt die Entwicklung der Sicherheitsfunktion «Protected Confirmation» für Digital Identity Wallets. Ein Pilotversuch mit der UBS Access App war erfolgreich.
Über 90 Schweizer Finanzinstitute unterstützen das Portal «EBAS» der Hochschule Luzern (HSLU). Dies unterstreicht die Bedeutung des Portals als vertrauenswürdige Informationsquelle für sicheres Onlinebanking. Praktische Tipps zum Schutz der Privatsphäre und Onlinekurse richten sich an die breite Bevölkerung und an KMU. Zudem bietet die HSLU Schulungen für Kundenberaterinnen und -berater und Helpdesk-Mitarbeitende von Banken zum Thema IT-Sicherheit mit Schwerpunkt E-Banking.
Bezahl-Apps sind eine wachsende Betrugsquelle. Verhaltensbiometrie soll helfen, Betrug zu erkennen und zu verhindern. Diese Technologie analysiert Nutzerverhalten zur Authentifizierung. Der Markt für verhaltensbasierte Biometrie wird bis 2032 auf über 9 Milliarden Dollar anwachsen.
5 Dezember 2023 2 Minuten
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) verfügt über verschiedene geldpolitische Instrumente, um die Liquidität der Banken in der Schweiz zu steuern. Dazu gehören beispielsweise das Repogeschäft, die Innertagesfazilität oder die Emergency Liquidity Assistance (ELA), bei der Geldbeträge an Banken mit Wertschriften gedeckt werden. Mit der ausserordentlichen Liquiditätshilfe ELA kann die SNB systemrelevanten Banken in der Schweiz bereits seit längerem Liquidität gegen hypothekarische Sicherheiten gewähren. Neu kann sie im Krisenfall jeder Bank innert kürzester Zeit Liquidität zur Verfügung stellen und übernimmt im Gegenzug Hypotheken und die dazugehörigen Register-Schuldbriefe.
Eine intelligente Banknote kombiniert physisches und digitales Geld. Sie fühlt sich an wie eine normale Note, kann aber durch Scannen eines QR-Codes in ein Wallet übertragen werden. Diese hybride Geldform wurde von Orell Füssli entwickelt und könnte eine Alternative zu CBDCs bieten.
Die grossen Issuer-Banken, Viseca und SIX haben den Verein «SwissDebitPay» als Pendant zur Swiss Payment Association (für Kreditkarten) gegründet, um die Interessen der kartenherausgebenden Banken gegenüber der Politik, dem Handel, den Medien und der Öffentlichkeit wirkungsvoll zu vertreten.
Am 10. Juli 2023 verabschiedete die EU-Kommission den neuen Datenschutzrahmen mit den USA. Dieser soll den Zugriff der Geheimdienste auf personenbezogene Daten einschränken. US-Unternehmen können sich zertifizieren lassen. Die Schweiz verhandelt über ein eigenes Datenschutzabkommen.
Was bedeuten die Trends Open Banking, Embedded Finance und Banking-as-a- Service für die Wertschöpfungskette der Banken? Anhand von Praxisbeispielen beleuchtet das neue Whitepaper von SIX aufkommende Geschäftsmodelle und ihre Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit des Finanzplatzes Schweiz.
Swift verbessert die Zahlungsabwicklung durch Vorabvalidierung, um Fehler zu vermeiden. Banken können Transaktionsdaten mit früheren Meldungen abgleichen, um Verzögerungen zu verhindern. Dies ermöglicht reibungslose, fehlerfreie Zahlungen und erhöht die Effizienz im Zahlungsverkehr.
6 September 2023 2 Minuten
Im Juli 2023 startete die US-amerikanische Zentralbank ihren FedNow Service. Finanzinstitute können über ein neues RTGS-Zahlungssystem Kundenzahlungen in den Vereinigten Staaten als Instant Payments abwickeln.
Die IBAN-Pflicht vereinfacht und standardisiert den Zahlungsverkehr, erhöht die Sicherheit und Transparenz. Seit 2016 sind SEPA-Zahlungen nur mit IBAN möglich. Die Schweiz setzt ebenfalls auf IBAN-only für effizientere Zahlungen.
In ihrem kürzlich veröffentlichten Entwurf für das zukünftige Währungssystem spricht die Bank der Zentralbanken (BIZ) Klartext. Die dezentrale Welt der Kryptowährungen sei ein fehlerhaftes System. Das zeigen gemäss BIZ der «Zusammenbruch von Kryptowährungen» und der stockende Fortschritt anderer Tokenisierungsprojekte. Sie plädiert für eine neuartige Finanzmarktinfrastruktur: ein einheitliches Hauptbuch, das Zentralbankgeld, Tokeneinlagen und -vermögenswerte auf einer einzigen programmierbaren Plattform vereint.
Die IBAN-/Namensprüfung wird Pflicht zur Betrugsbekämpfung in Europa. Zahlungsdienstleister müssen prüfen, ob IBAN und Name übereinstimmen. Dies soll Vertrauen und Sicherheit erhöhen. Eine Studie zeigt, dass diese Prüfung einige Betrugsarten verhindern kann.
Die Einführung von Instant Payments erfordert zusätzliche Prüfpflichten wie IBAN-Abgleich und Sanction Screening. Die Gebühren dürfen nicht höher sein als für herkömmliche Überweisungen. Handelsketten und Big Techs profitieren besonders. Banken müssen sich neu positionieren.
1 Juni 2023 2 Minuten
Notenbanken und Grossbanken, darunter UBS, testeten erfolgreich eine neue API-basierte Lösung von Swift. Sie ermöglicht, digitale Zentralbankwährungen nahtlos auf bestehende Finanzinfrastrukturen aufzusetzen und grenzüberschreitende Transaktionen in mehr als 200 Ländern abzuwickeln.
Heute sind 25% der EU-Banken für SEPA Instant Payments erreichbar. Die EU-Kommission plant, diese für alle Zahlungsdienstleister verpflichtend zu machen. Herausforderungen sind u.a. die Geldwäschereiprävention und die Bestätigung der begünstigten Partei.
Die European Payments Initiative (EPI), die ursprünglich Visa und Mastercard mit einer paneuropäischen Karte konkurrenzieren wollte, hat ihre Ambitionen heruntergeschraubt. Das Projekt konzentriert sich nunmehr auf ein digitales Wallet und auf Instant Payments. So hat EPI ein vollständiges Zahlungsverfahren entwickelt, das Instant Payments im Handel ermöglicht.
Die brasilianische Zentralbank wird eine Reihe von Tests für ihr CBDC mit Schwerpunkt auf Datenschutz und Sicherheit durchführen.
Die Berner Fachhochschule (BFH), UBS und Google arbeiten an der Standardisierung einer neuen, über den Finanzbereich hinaus wegweisenden Sicherheitsfunktion für mobile Geräte. Die BFH hat eine APC Demo App im Play Store bereitgestellt, mit der sich die Sicherheitsfunktion auf einem Google-Pixel-Gerät testen lässt. UBS plant diesen Sommer, die Sicherheitsfunktion in ihrer UBS Access App zu pilotieren. Die neue Technologie ermöglicht die einfache Nutzung sicherheitskritischer Applikationen in einer gesicherten Umgebung – zum Beispiel für die Bestätigung von Finanztransaktionen.
Der EPC hat das SEPA Payment Account Access Scheme Rulebook veröffentlicht, um Open Finance in Europa zu fördern. Es enthält API-basierte Regeln zur Erleichterung des Datenaustauschs zwischen Banken und Drittanbietern und definiert Premium-Zahlungsservices über PSD2 hinaus.
15 März 2023 2 Minuten
Die Zahlungsabwicklung ist wie ein Eisberg: Oben die einfache Nutzung von Karten/Apps, unten komplexe Prozesse. Laut einer Worldline-Studie wird diese Kluft durch die Digitalisierung grösser. Innovationen sind nötig, um einfache, sichere und automatisierte Zahlungslösungen zu schaffen.
Die Eidgenossenschaft hat eBill und Instant Payments neu in ihren Aktionsplan «Strategie Digitale Schweiz» aufgenommen. Diese ist für die Bundesverwaltung verbindlich und dient allen anderen Akteuren der Digitalisierung als Orientierungsrahmen.
PhonePe ist in Indien die beliebteste mobile Bezahl-App, ähnlich wie TWINT in der Schweiz. Sie nutzt die UPI-Infrastruktur, die im Dezember 2022 über 7,8 Milliarden Transaktionen verarbeitete. Indien plant, UPI international auszubauen, um Zahlungen und Geldüberweisungen zu erleichtern.
Angesichts der Verbreitung von Stablecoins und ihrer potenziellen Auswirkungen auf die Finanzstabilität drängt das Financial Stability Board auf ein Update der Standards. CPMI und IOSCO haben Richtlinien zur Anwendung der FMI-Prinzipien auf systemrelevante Stablecoins veröffentlicht.
7 Dezember 2022 2 Minuten
Fintech Early Warning Services – ein Unternehmen im Besitz von sieben der grössten US-amerikanischen Banken – nimmt es mit Apple Pay und PayPal auf. Noch in diesem Jahr soll es ein digitales Wallet für seine Eigner lancieren.
Trotz Digitalisierung und Innovationen im Zahlungsverkehr über die letzten Jahre sind grenzüberschreitende Zahlungen nach wie vor teuer, langsam und intransparent. Die G20 hat deshalb ein mehrjähriges Programm mit 19 Bausteinen entwickelt, um grenzüberschreitende Zahlungen zu verbessern.
Matthias hatte bei der Zürcher Kantonalbank verschiedene Funktionen als Produkt- und Projektmanager für Zahlungsverkehr, Karten und TWINT inne und ist seit 2017 Mitglied des Verwaltungsrats der SIC AG.
Banken in ganz Europa untersuchen, wie sie das Potenzial von Instant Payments maximieren und das Kundenerlebnis verbessern können. Multinationale Unternehmen glauben, dass «Request to Pay» die Antwort bietet und sowohl für Konsumenten als auch für Unternehmen einen Mehrwert darstellt.
Zurzeit testet die Europäische Zentralbank (EZB) die digitale Zentralbankwährung in Euro. Am Prototyping nehmen Amazon, die CaixaBank, die Paytech-Unternehmen Nexi sowie Worldline und die European Payments Initiative teil. Erste Ergebnisse sollen Anfang 2023 vorliegen.
Acht Monate lang hat Swift verschiedene digitale Währungen von Zentralbanken (CBDCs) miteinander verbunden. Die Tests zeigen, dass ein globales CBDC-Netzwerk funktioniert und bestehende Zahlungssysteme darin eingebunden werden können. Am Experiment nahmen die deutsche und die französische Notenbank sowie die Banken HSBC, Standard Chartered und UBS teil.
Die Inbetriebnahme des Services ist für 2023 geplant.
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