Warum Investieren wichtig ist

Warum Investieren wichtig ist

Was bedeutet Investieren, wie unterscheidet es sich vom Sparen und weshalb spielt der Faktor Zeit eine zentrale Rolle?

Key Summary

 
Was bedeutet Investieren, wie unterscheidet es sich vom Sparen und weshalb spielt der Faktor Zeit eine zentrale Rolle?
  1. Sparen priorisiert Sicherheit und kurzfristige Verfügbarkeit.
  2. Investieren zielt auf langfristige Erträge, ist aber mit Verlustrisiken verbunden.  
  3. Inflation verringert die Kaufkraft und beeinflusst die reale Rendite. 
  4. Nicht zu investieren kann Opportunitätskosten verursachen. 
  5. Wiederanlage und ein langer Anlagehorizont verstärken den Zinseszinseffekt. 

Beim Sparen steht in der Regel im Vordergrund, Geld sicher und kurzfristig verfügbar aufzubewahren. Investieren verfolgt ein anderes Ziel: Kapital wird in Anlageklassen wie Aktien, Anleihen oder Immobilien angelegt, damit es langfristig Erträge erzielen oder an Wert gewinnen kann. Damit sind jedoch auch Risiken verbunden, denn der Wert einer Anlage kann schwanken und Verluste sind möglich.

Ob Investieren zur persönlichen Situation passt, hängt unter anderem von den eigenen Zielen, dem Anlagehorizont sowie der Risikofähigkeit und Risikobereitschaft ab. Zwei zentrale Zusammenhänge helfen dabei, die langfristige Wirkung einzuordnen: Inflation kann die Kaufkraft von Geld verringern, während der Zinseszinseffekt das Wachstum von wieder investierten Erträgen unterstützen kann.

Inflation

Inflation bezeichnet den allgemeinen Anstieg des Preisniveaus. Dadurch sinkt die Kaufkraft: Mit demselben Geldbetrag lassen sich im Laufe der Zeit weniger Waren und Dienstleistungen kaufen. Bleibt Erspartes unverzinst, verliert es deshalb real an Wert.

Ein vereinfachtes Beispiel zeigt den Effekt: Bei einer konstanten Inflation von 1 % pro Jahr hat ein Betrag von CHF 100 nach zehn Jahren nur noch eine Kaufkraft von rund CHF 90 im heutigen Geldwert. Die tatsächliche Entwicklung kann jedoch höher oder tiefer ausfallen.

Für die Beurteilung einer Anlage ist deshalb nicht nur die nominale Rendite entscheidend, sondern auch die reale Rendite nach Abzug der Inflation. Erzielt eine Anlage beispielsweise 3 % Rendite und liegt die Inflation bei 1 %, entspricht dies vereinfacht einer realen Rendite von rund 2 %. Gebühren, Steuern und Kursschwankungen sind dabei noch nicht berücksichtigt.

Investitionen können dazu beitragen, dem Kaufkraftverlust langfristig entgegenzuwirken. 

Zinseszins

Der Zinseszinseffekt entsteht, wenn Erträge wie Zinsen oder Dividenden wieder investiert werden. In den folgenden Perioden können dadurch nicht nur das ursprünglich angelegte Kapital, sondern auch die bereits erzielten Erträge weitere Erträge erwirtschaften.

Zu Beginn ist dieser Effekt oft gering. Über einen längeren Anlagehorizont kann er jedoch deutlich an Bedeutung gewinnen, weil jedes Jahr auf einer grösseren Basis aufgebaut wird. Voraussetzung ist, dass die Erträge tatsächlich wieder investiert werden.

Der Zinseszinseffekt zeigt damit, weshalb Zeit beim Investieren eine wichtige Rolle spielt. Er garantiert jedoch keine bestimmte Entwicklung: Renditen können schwanken, Gebühren und Steuern verringern das Ergebnis, und Anlagen können an Wert verlieren.

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