Wie Börsen funktionieren

Wie Börsen funktionieren

Key Summary

Was passiert eigentlich zwischen dem Klick auf «Kaufen» und dem Eintrag im Depot? Diese Übersicht erklärt die wichtigsten Grundlagen des Börsenhandels: wie eine Börse funktioniert, wie Kurse entstehen, wann gehandelt wird, welche Auftragsarten es gibt und welche Kosten anfallen können. 

  • Eine Börse führt Kauf- und Verkaufsaufträge nach festen Regeln zusammen. 
  • Kurse entstehen im Auftragsbuch durch Angebot und Nachfrage. 
  • Preispriorität gilt vor Zeitpriorität. 
  • Ein Börsentag umfasst Eröffnungsauktion, fortlaufenden Handel und Schlussauktion. 
  • Auftragsart, Gebühren, Spread und Liquidität beeinflussen den Handel.

Die Schweizer Börse einfach erklärt

Die Funktion einer Börse

Eine Börse ist ein organisierter, heute weitgehend elektronischer Marktplatz für Wertpapiere wie Aktien, Anleihen oder Exchange Traded Funds (ETFs). Banken und Broker übermitteln die Aufträge ihrer Kundinnen und Kunden an das Handelssystem. Dieses führt passende Kauf- und Verkaufsinteressen nach einheitlichen Regeln zusammen.

Die Börse legt die Preise nicht selbst fest. Sie stellt die Infrastruktur bereit, in der Preise transparent entstehen und Geschäfte nachvollziehbar ausgeführt werden können. Zulassungs-, Handels- und Überwachungsregeln schaffen dafür einen verlässlichen Rahmen.

Handelszeiten und Handelsphasen

Ein Börsentag besteht nicht nur aus dem laufenden Handel. Vor der Eröffnung sammelt das System Aufträge, ohne sie bereits auszuführen. In der Eröffnungsauktion wird anschliessend ein erster Preis gesucht, zu dem möglichst viele Aufträge zusammenpassen. Danach folgt der fortlaufende Handel; zum Tagesende ermittelt eine Schlussauktion den offiziellen Schlusskurs.

Die genauen Zeiten und Abläufe unterscheiden sich je nach Handelssegment und Wertpapier. Auch Handelsunterbrüche oder Feiertage können den regulären Ablauf beeinflussen.

Kosten beim Börsenhandel

Beim Kauf und Verkauf von Wertpapieren können verschiedene Kosten entstehen. Banken und Broker verlangen häufig eine Transaktionsgebühr oder Courtage. Hinzu kommen je nach Geschäft gesetzliche Abgaben wie die Schweizer Umsatzabgabe. Werden Wertpapiere in einer anderen Währung gehandelt, können zudem Kosten für die Währungsumrechnung anfallen.

Neben direkt ausgewiesenen Gebühren beeinflusst auch der Spread die effektiven Handelskosten: Je grösser die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis, desto ungünstiger kann der Einstieg oder Ausstieg ausfallen. 

Bei Fonds und ETFs können zusätzlich laufende Produktkosten relevant sein. Welche Kosten tatsächlich anfallen, hängt vom Wertpapier, vom Handelsplatz und vom gewählten Finanzdienstleister ab.

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