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Veröffentlicht am
7 Dezember 2022
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Mit dem Aufkommen von Stablecoin-Arrangements und angesichts ihrer potenziellen Auswirkungen auf die Stabilität des Finanzsystems haben Staatengruppen führender Wirtschaftsmächte (G7, G20) und das Financial Stability Board die normgebenden Gremien aufgefordert, die bestehenden Standards zweckmässig anzupassen. Anfang Oktober 2022 erschien ein gemeinsamer Bericht vom Committee on Payments and Market Infrastructures (CPMI) und der International Organization of Securities Commissions (IOSCO), die die gemeinsame Verantwortung für angemessene Standards für die Übertragungs- beziehungsweise Zahlungsfunktion von Stablecoins tragen.
CPMI und IOSCO schlagen darin Leitlinien für die Anwendung der Kerngrundsätze für Finanzmarktinfrastrukturen (FMIs) auf Stablecoin-Arrangements vor, die als systemisch wichtige FMIs gelten. Einerseits stellt der Bericht damit klar, dass Stablecoin-Arrangements genau wie klassische FMIs, beispielsweise Zahlungssysteme, die Kerngrundsätze für systemisch bedeutsame FMIs einhalten müssen (gleiche Risiken, gleiche Regeln). Andererseits werden bemerkenswerte, neue Eigenschaften von Stablecoins im Lichte dieser Kerngrundsätze diskutiert:
Diese Eigenschaften werden hinsichtlich der Kerngrundsätze zur Governance, zum Risikomanagement, zur Finalität und zu den Zahlungsmitteln diskutiert. In Bezug auf das Zahlungsmittel wird die konkrete Anwendung der Kerngrundsätze für FMIs von den regulatorischen Rahmenbedingungen für andere Kernfunktionen der Stablecoin-Arrangements abhängen. Diese regulatorischen Rahmenbedingungen müssen auf internationaler Ebene von unterschiedlichen normgebenden Gremien erarbeitet werden. Aktuell beschäftigen sich auch CPMI und IOSCO mit Stablecoin-Arrangements, deren Stabilisierungsfunktion sich auf Sicherheiten in mehreren Landeswährungen abstützt. Die ganzheitliche Ausgestaltung der Regulierung von Stablecoin-Arrangements befindet sich also nach wie vor in Arbeit.
Thomas Nellen Finanzstabilität – Überwachung, Schweizerische Nationalbank
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