Focus
KI ist aus dem Bankenalltag nicht mehr wegzudenken. Hochwertige Zahlungsdaten sind entscheidend für massgeschneiderte Erlebnisse und effiziente KI-Anwendungen. Payment Enrichment verbessert die Datenqualität und optimiert wichtige Prozesse.
8 Juli 2026
Experts
Servicebüros sind seit den 1990er Jahren zentrale Akteure im Schweizer Zahlungsverkehr. Sie übermitteln Zahlungsaufträge und stellen die Datenintegrität sicher. Die SNB hat formale Anforderungen veröffentlicht, um Sicherheit und Effizienz zu gewährleisten.
Panorama
Die Integration von KI und Deep Learning wird die Zukunft der Zahlungssysteme beeinflussen, auch für grenzüberschreitende Transaktionen. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass KI mehr Effizienz, Sicherheit und Compliance für traditionelle Zahlungssysteme leistet.
Der Standard PCI DSS 4.0 schützt Kreditkartendaten durch erweiterte Sicherheitsmassnahmen wie Multi-Faktor-Authentifizierung und risikobasierte Ansätze. Diese Massnahmen erhöhen die Sicherheit und Transparenz im Zahlungsverkehr.
Talk
Helge Kraas, PPI AG, spricht über künstliche Intelligenz im Zahlungsverkehr. Im Fokus stehen Betrugserkennung, Instant Payments, E-Rechnungen, Request to Pay, personalisierte Finanzdienstleistungen, Regulierung sowie Finanzkriminalität und nachvollziehbare KI-Entscheidungen.
Die Zahlungsverkehrsinfrastruktur der Banken wird durch Fusionen und neue Technologien komplexer. Änderungen erfordern Planung und Tests. Und neue Treiber wie ISO 20022 und Instant-Zahlungen überfordern oft die Systeme. Regulatoren fordern daher bessere Kapazitäten und Sicherheit.
Im deutschen E-Commerce-Handel fallen bei einigen Zahlungsverfahren hohe Prozesskosten an. Im Durchschnitt kostet es 10 Euro, wenn bei einem Kauf- und Bezahlvorgang etwas schief läuft. Jede 20. Überweisung per Vorkasse und Zahlung auf Rechnung erfordert eine händische Bearbeitung.
Ein einziges Land betreibt sowohl ein CBDC als auch ein Instant Payments-System, um die finanzielle Inklusion und Effizienz zu erhöhen. Unterschiedliche Standards und Technologien erschweren jedoch die Interoperabilität. Einige Länder erwägen stattdessen Wholesale CBDCs.
Die Schweiz nutzt bLink für den sicheren Datenaustausch zwischen Banken und Fintechs. Die EU plant mit FiDA einen verpflichtenden Zugang zu Kundendaten. Herausforderungen sind der Datenschutz und die Akzeptanz. Dies könnte den Wettbewerb beeinflussen und die Schweiz unter Druck setzen.
5 Dezember 2024
Ältere Menschen nutzen zunehmend digitale Zahlungsmittel. In der DACH-Region stieg die Nutzung kontaktloser Zahlungen bei über 65-Jährigen von 20 % im Jahr 2017 auf über 60 % im Jahr 2023. Der Trend weg vom Bargeld hin zu digitalen Zahlungen ist weltweit unaufhaltsam, auch bei Senioren.
Prof. Fabian Schär erklärt, dass Open Banking für Endnutzer oft uninteressant ist, aber eine solche Architektur Transparenz und Wettbewerb fördern kann. DeFi biete Optionen, um Assets selbst zu verwahren. Ein Finanzsystem ohne diese Möglichkeit sei nicht ideal.
5 September 2024
Bargeld verliert an Bedeutung, bleibt aber wichtig. Da die Zahl der Bancomaten in der Schweiz abnimmt, ist Pooling eine geeignete Lösung, um Kosten zu sparen und den Zugang zu sichern. Andere Länder wie Schweden und Finnland setzen Pooling bereits erfolgreich ein.
Embedded Finance ermöglicht die direkte Integration von Finanzdienstleistungen in andere Plattformen, wie z.B. Reiseversicherungen bei Flugbuchungen. Diese Praxis gewinnt weltweit an Bedeutung. In der Schweiz ist sie noch wenig verbreitet, könnte aber in naher Zukunft stark zunehmen.
CBDCs sind bei Zentralbankern beliebt, aber die Risiken überwiegen oft die Vorteile. In Nigeria ist eine CBDC trotz hoher Zustimmung gescheitert. In Kanada und der EU ist das Interesse gering. In Japan und der Schweiz wird letztlich das Volk über die Einführung derselben entscheiden.
Die Nutzung von Instant Payments (SCT Inst) in der EU liegt unter 20 % aufgrund von Freiwilligkeit und hohen Kosten. Banken bieten sie oft als kostenpflichtige Premium-Dienstleistung an. Die neue EU-Verordnung soll diese Probleme lösen und SCT Inst mittelfristig zum Standard machen.
6 Juni 2024
Ab 20. August 2024 ermöglichen Instant-Zahlungen sofortige und endgültige Überweisungen. Sechs führende Schweizer Banken, die über 90 % des Zahlungsverkehrs abdecken, bereiten sich darauf vor. Sie entwickeln kundenorientierte Strategien und integrieren Instant-Zahlungen in ihre Systeme.
Die Schweiz hat SCION entwickelt, eine sichere Netzwerkarchitektur, die von der ETH Zürich, der SNB und SIX genutzt wird. SCION findet auch international Anwendung und wird von der IETF auf Standardisierung geprüft. Es bietet Routing-Kontrolle und Schutz vor Cyberangriffen.
Die Einführung von CBDCs schreitet weltweit voran. 134 Länder evaluieren digitales Zentralbankgeld, darunter 19 G20-Länder. Herausforderungen bestehen in den USA, wo die Entwicklung stockt. Trotz der Hürden scheinen CBDCs eine dauerhafte Rolle im Finanzsystem zu spielen.
Dezentrale Finanzdienstleistungen (DeFi) ermöglichen Finanztransaktionen ohne Intermediäre durch Smart Contracts. Obwohl die Umsätze noch klein und volatil sind, haben DeFi grosses Potenzial. Regulatorische Ansätze variieren weltweit, wobei die Schweiz einen offenen Ansatz verfolgt.
Pascale Bruderer, Swiss Stablecoin, betont die Bedeutung eines regulierten, souveränen Digitalfrankens. Ihr Fokus liegt auf öffentlicher Blockchain, Interoperabilität und Nachhaltigkeit. Vertrauen, technische Sicherheit und starke Partnerschaften sind entscheidend für die Akzeptanz.
8 März 2024
Eine Studie zeigt, dass Regeln von Finanzintermediären die Nutzung von Zahlungstechnologien stark beeinflussen. Die Erhöhung des Maximalbetrags für kontaktlose Zahlungen von CHF 40 auf 80 während der COVID-Pandemie führte zu einem Nutzungsanstieg, besonders bei bereits aktiven Nutzern.
Die Einführung von privatem Tokengeld in der Schweiz stellt gemäss Prof. Cornelia Stengel rechtliche Herausforderungen dar. Tokengeld könnte Transaktionskosten senken und die Effizienz steigern. Es bietet Vorteile für den Wertschriftenhandel und erfordert eine geeignete Infrastruktur.
5 Dezember 2023
Bezahl-Apps sind eine wachsende Betrugsquelle. Verhaltensbiometrie soll helfen, Betrug zu erkennen und zu verhindern. Diese Technologie analysiert Nutzerverhalten zur Authentifizierung. Der Markt für verhaltensbasierte Biometrie wird bis 2032 auf über 9 Milliarden Dollar anwachsen.
Eine intelligente Banknote kombiniert physisches und digitales Geld. Sie fühlt sich an wie eine normale Note, kann aber durch Scannen eines QR-Codes in ein Wallet übertragen werden. Diese hybride Geldform wurde von Orell Füssli entwickelt und könnte eine Alternative zu CBDCs bieten.
Bezahlsysteme verschmelzen physische, digitale und biologische Elemente, sagt Jocelyne Mwilu. Gesichtserkennung, kassenlose Geschäfte könnten Hardware überflüssig machen. Blockchain und KI böten Sicherheit. Zusammenarbeit und benutzerfreundliche Lösungen seien entscheidend.
6 September 2023
Experten diskutieren die Einführung von Instant-Zahlungen in der Schweiz. Diese werden 24/7 verfügbar sein und sofortige, unwiderrufliche Transaktionen ermöglichen. Vorteile umfassen erhöhte Sicherheit, Transparenz, bessere Finanzplanung für alle und das Potenzial für neue Services.
1 Juni 2023
Quantencomputing könnte komplexe Zahlungsprozesse revolutionieren, so Dr. Danica Marsden von der Bank of Canada. Ein neuer Algorithmus reduziert die Liquidität im RTGS-System und spart so täglich CAD 240 000 ein. Er eignet sich jedoch nicht für Instant Payments.
Versicherungs-Start-up Calingo nutzt QR-Rechnungen und plant Kreditkarten- und TWINT-Zahlungen. Alle Prozesse sind digitalisiert, um Medienbrüche zu vermeiden. «Convenience ist wichtiger als die Marke» ist das Motto von CEO Anina Lutz, denn sie bevorzugt einfache und bequeme Lösungen.
15 März 2023
Der EPC hat das SEPA Payment Account Access Scheme Rulebook veröffentlicht, um Open Finance in Europa zu fördern. Es enthält API-basierte Regeln zur Erleichterung des Datenaustauschs zwischen Banken und Drittanbietern und definiert Premium-Zahlungsservices über PSD2 hinaus.
Die Zahlungsabwicklung ist wie ein Eisberg: Oben die einfache Nutzung von Karten/Apps, unten komplexe Prozesse. Laut einer Worldline-Studie wird diese Kluft durch die Digitalisierung grösser. Innovationen sind nötig, um einfache, sichere und automatisierte Zahlungslösungen zu schaffen.
PhonePe ist in Indien die beliebteste mobile Bezahl-App, ähnlich wie TWINT in der Schweiz. Sie nutzt die UPI-Infrastruktur, die im Dezember 2022 über 7,8 Milliarden Transaktionen verarbeitete. Indien plant, UPI international auszubauen, um Zahlungen und Geldüberweisungen zu erleichtern.
Marktinfrastrukturen müssen mit der Zeit gehen. Cyberrisiken, Kryptowährungen, Stablecoins und CBDCs sind Herausforderung, der sich die Betreiber laufend stellen müssen. Veränderung ist also Programm. Interview mit Dr. Ruth Wandhöfer, Professorin am London Institute of Banking & Finance.
7 Dezember 2022
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