Entstehungsgeschichte

Erfahren Sie von Richard T. Meier, damaliger Direktor der Zürcher Börse und Initiator des SMI, aus erster Hand, wie es 1988 zur Lancierung vom Swiss Market Index (SMI) kam und was vor 30 Jahren im Vergleich zu heute besonders speziell war.

 

Als in den 80er Jahren die Einführung einer Schweizer Derivatebörse (SOFFEX) geplant war, wurden Aktien noch ganz traditionell in Einzelauktionen gehandelt – das heisst jeder Titel wurde nur während ein paar Minuten am Tag gehandelt. Folglich war es zu dieser Zeit auch nicht möglich Indizes permanent zu rechnen. Die damals existierenden Indizes auf Schweizer Aktien gehörten einzelnen Bankinstituten und wurden nur einmal pro Tag berechnet.

Dies führte im Zusammenhang mit dem Derivatehandel zwangsläufig zu einem Umdenken, denn dieser war von Haus aus ein fortlaufender Handel. Und damit Derivate permanent gehandelt werden konnten, mussten natürlich auch die Basiswerte permanent handelbar sein. So führten die Schweizer Börsen in den 80er Jahren den fortlaufenden Handel für die grössten Schweizer Aktien ein.

Mit der Einführung des permanenten Handels kam auch das Bedürfnis eines permanent gerechneten Indizes auf. Dieser sollte sich insbesondere für den Derivatehandel eignen und dies bedingte ein neutraler Herausgeber. So kam es, dass die Vereinigung Schweizer Effektenbörsen aus diesem Marktbedürfnis den SMI entwickelte und am 30. Juni 1988 ins Leben rief.