Die von der St.Galler Kantonalbank und dem Beratungsunternehmen Synpulse ins Leben gerufene OpenWealth Association ist ein Musterbeispiel des marktgetriebenen Open-Banking-Ansatzes in der Schweiz. Um die neuen Standards jetzt möglichst effizient im Markt zu etablieren, haben sich die St. Galler Kantonalbank, die Zürcher Kantonalbank sowie mehrere Anbieter von Portfolio-Management-Systemen (PMS) dazu entschlossen, die OpenWealth-APIs über die bereits aktive Open-Banking-Plattform b.Link von SIX zu realisieren. Sven Siat, Head Connectivity und verantwortlich für b.Link von SIX: «Wir freuen uns, mit OpenWealth bereits drei neue APIs auf b.Link zu bringen, sodass diese von Banken und Drittanbietern täglich eingesetzt werden können. Damit leisten wir Pionier-Arbeit.»

b.Link als designierte Schweizer Plattform für die Umsetzung von APIs

Mit der im Mai 2020 lancierten Open-Banking-Plattform b.Link hat sich SIX zum Ziel gesetzt, innovative Partnerschaften zwischen Akteuren des Schweizer Finanzplatzes zu vereinfachen. Über moderne, standardisierte Schnittstellen tauschen Teilnehmer sicher und effizient Daten und Services miteinander aus. Nach den ersten beiden Anwendungsfällen in der Buchhaltung erweitert b.Link das Angebot jetzt auf das Wealth Management. «Die Umsetzung und Etablierung der OpenWealth-APIs zeigt das Potential unserer modularen Plattform. Wir investieren kontinuierlich in die Funktionalität von b.Link und die Erweiterung der Schnittstellen, damit unsere Kunden sowie deren Endkunden von neuen Anwendungsfällen profitieren können. Wie beim Beispiel der OpenWealth Association arbeiten wir dabei eng mit führenden marktgetriebenen Standardisierungs-Initiativen zusammen.», betont Sven Siat.

Der klare Vorteil der Plattform liegt in der Skalierbarkeit: Sind Finanzinstitute und Drittanbieter erst einmal auf b.Link, können sie mit minimalem Aufwand Partnerschaften mit allen anderen Teilnehmern eingehen. Das wiederum vereinfacht die flächendeckende Etablierung und Umsetzung anerkannter Schnittstellenstandards in der Branche.

Ein starkes Zeichen im internationalen Open-Banking-Wettbewerb

Die aktuelle Dynamik im Wealth Management zeigt, dass Schweizer Finanzinstitute Open Banking durchaus auf dem Radar haben. Wie wichtig die Thematik für den Schweizer Finanzplatz ist, zeigte kürzlich ein vom Staatssekretariat für internationale Finanzfragen (SIF) organisierter Roundtable, an dem auch OpenWealth präsent war. Vor dem Hintergrund der PSD2-Entwicklung in der Europäischen Union und der Open-Banking-Regulation in Grossbritannien zeichnet sich ab, dass die Schweiz mit der marktgetriebenen OpenWealth Association diesmal schneller agiert als die regulierten Nachbarn.


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Über SIX
SIX betreibt und entwickelt Infrastrukturdienstleistungen für die Schweizer und die spanische Börse, Securities Services, Banking Services und Financial Information mit dem Ziel, die Effizienz, Qualität und Innovationskraft über die gesamte Wertschöpfungskette des Schweizer und spanischen Finanzplatzes zu erhöhen. Das Unternehmen befindet sich im Besitz seiner Nutzer (121 Banken) und erwirtschaftete 2020 mit rund 3’500 Mitarbeitenden (Vollzeitäquivalente) und einer Präsenz in 20 Ländern einen Betriebsertrag von 1,38 Milliarden Schweizer Franken sowie ein Konzernergebnis von 439,6 Millionen Schweizer Franken.
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