Nicht-operatives Ergebnis erheblich durch Einmaleffekte belastet
Trotz des verbesserten operativen Ergebnisses gingen EBIT und der Konzerngewinn im Vergleich zum Vorjahr erheblich zurück. Dies ist auf zwei gegenläufige Effekte aus der Beteiligung von SIX an Worldline in den Jahren 2020 und 2021 zurückzuführen.
Im Jahr 2020 hatte der Verkauf eines Teils der von SIX gehaltenen Worldline-Aktien sowie die Fusion von Worldline mit dem Zahlungsdienstleister Ingenico einen äusserst positiven Effekt auf das Finanzergebnis 2020. Dies erhöhte das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) und den Konzerngewinn. Im Jahr 2021 wirkte sich eine Wertminderung infolge des angekündigten Verkaufs des TSS-Geschäfts von Worldline (Terminals, Solutions & Services) negativ auf den Anteil am Ergebnis von assoziierten Unternehmen aus (CHF -102,1 Millionen). Aufgrund des sehr positiven Vorjahresergebnisses verzeichneten EBIT und Konzerngewinn damit im Jahresvergleich eine starke Abweichung: EBIT belief sich auf CHF 147,2 Millionen (-71,4 %). Der Konzerngewinn betrug CHF 73,5 Millionen (-83,2 %).
Ohne die Effekte aus der Beteiligung an Worldline stieg der Konzerngewinn um 37,3 % gegenüber dem Vorjahr.
Dividende
Für das Jahr 2021 schlägt der Verwaltungsrat der Generalversammlung eine ordentliche Dividende von CHF 4.75 pro Aktie vor (Vorjahr: CHF 4.30).
Finanz- und Geschäftsausblick
SIX verfolgt weiterhin ihre Wachstumsstrategie. Dies erlaubt es SIX, ihre stabile Infrastruktur auszubauen, neue digitale Infrastrukturen zu errichten und in die Sicherheit ihrer Systeme zu investieren. Wachstum ist zudem eine Voraussetzung für den erfolgreichen Betrieb eines Plattformgeschäfts. Mit steigenden Volumina sinken durch Skaleneffekte die Stückkosten. Durch niedrige Transaktionskosten innerhalb der Netzwerke und durch die Schaffung von Mehrwert für ihre Kunden bleibt SIX wettbewerbsfähig.
Für den Zeitraum 2022 bis 2024 strebt SIX eine jährliche Umsatzsteigerung von über 4 % an und will gleichzeitig Effizienzgewinne durch Kostensenkungen realisieren. Die daraus resultierende Steigerung der Profitabilität wird die finanzielle Flexibilität von SIX weiter verbessern. Damit stellt SIX die Finanzierung für kontinuierliche Investitionen in das Wachstum des Unternehmens sicher und stärkt so letztendlich auch der Wettbewerbsfähigkeit der Finanzplätze Schweiz und Spanien.
Umsatzsteigerungen werden sich aus neuen Dienstleistungen und Synergien infolge der BME-Akquisition ergeben. Zudem wird SIX ihre Marktposition im Finanzinformationsgeschäft weiter stärken und dafür insbesondere auch die 2021 getätigten Akquisitionen nutzen.
SIX wird weiter innovative, neue Produkte und Dienstleistungen auf den Markt bringen, aber auch ihr bestehendes Angebot ausweiten und in angrenzende Märkte einsteigen. Die Steigerung des Umsatzwachstums wird angesichts der umfangreichen Fixkosten, die mit einigen Kerngeschäftsaktivitäten von SIX verbunden sind, zu einer höheren Rentabilität führen.