Neben der begehrten Auszeichnung als Agent Bank of the Year for Major Markets sicherte sich SIX den ersten Platz in mehreren Best-in-Class-Kategorien, unter anderem für ihre Leistungen in den Bereichen Account Management sowie Asset Safety and Risk Management.
«SIX hat ihre Kunden immer an erste Stelle gestellt und wird dies auch weiterhin tun. Diese Auszeichnungen spiegeln unser unerschütterliches Engagement für sie wider. Wir nehmen Account Management sehr ernst, ebenso wie Asset Safety und Risk Management, das angesichts der herrschenden geopolitischen und Marktunsicherheiten von entscheidender Bedeutung ist», sagte Rafael Moral Santiago, Head Securities Services bei SIX.
Mit den Auszeichnungen werden Meilensteine und Fortschritte im Bereich Securities Services gewürdigt. Damit werden Anbieter geehrt, die sich in den Agent Bank Surveys von Global Custodian hervorgetan haben, deren Ergebnisse auf einer Kombination aus quantitativen Daten und Kundenfeedback basieren, sowie in den Kategorien Editors’ Choice, Innovation und Individual ausgezeichnet werden.
SIX hat in den letzten Jahren bei den Global Custodian Awards viel Erfolg gehabt. Im Jahr 2025 führte sie die Rangliste in den Best-in-Class-Kategorien Account Management, Asset Safety and Risk Management und Data Services an.
Die jüngsten Auszeichnungen folgen auf eine Phase der strategischen Transformation und Neuausrichtung bei SIX, in der das Unternehmen und seine Führung auf die sich rasch verändernde Marktdynamik reagiert haben.
Securities Services von SIX treibt seine paneuropäischen Expansionspläne voran und konsolidiert die Kerninfrastruktur in den Bereichen Custody, Clearing und Trade Repositories. SIX setzt zudem verstärkt auf die Digitalisierung, indem sie die Distributed-Ledger-Technology (DLT) in ihre Systeme integriert und den Geschäftsfokus von traditionellen Post-Trade-Plattformen auf innovative, wachstumsstarke Daten- und Technologielösungen für Kunden verlagert.
Vorreiterrolle: Wie SIX ihre Kunden bei T+1 unterstützt
Da sich die Branche in den nächsten 12 bis 24 Monaten durch verkürzte Abwicklungszyklen verändern wird, verstärkt SIX ihre Bemühungen, ihre Kunden und das gesamte Marktumfeld bei dieser Umstellung zu unterstützen.
Aufgrund der Vielzahl von Rechtsordnungen, Währungen, Aufsichtsbehörden und Finanzmarktinfrastrukturen (FMI), die an der Umstellung beteiligt sind, konnte T+1 in Europa nicht so reibungslos eingeführt werden wie in Nordamerika.
Doch Hilfe ist in Sicht. Aufsichtsbehörden, darunter die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA), und Branchengremien wie das EU T+1 Industry Committee, die britische Accelerated Settlement Taskforce und der Swiss Securities Post-Trade Council (Swiss SPTC) haben allesamt Leitlinien für die Branche veröffentlicht, wie eine effiziente und stabile Umstellung auf T+1 gewährleistet werden kann.
SIX unternimmt grosse Anstrengungen, um sicherzustellen, dass ihre Kunden auf T+1 vorbereitet sind, und hat ein detailliertes White Paper SIX High Level Assessment for T+1 Migration veröffentlicht, in dem die strategischen Gründe, die europäischen und schweizerischen Rahmenbedingungen für die Umstellung auf T+1 sowie die Rolle von SIX bei der Erleichterung des Wechsels zu einem kürzeren Abwicklungszyklus dargelegt werden. Ausserdem organisiert sie eine Reihe von Veranstaltungen zum Thema T+1 für Kunden in Zürich und Madrid.
Eine reibungslose Einführung von T+1 hängt von der Automatisierung und Standardisierung ab.
In der Praxis bedeutet dies die Harmonisierung von Betriebszeitfenstern, indem die taggleiche Einlieferung von Abwicklungsinstruktionen sichergestellt wird, die Verbesserung der Qualität statischer Referenzdaten zur Gewährleistung von Straight-Through-Processing (STP), einen koordinierten Start der Wertschriftenabwicklungssysteme zu Beginn des Abwicklungsdatums und die Angleichung der Tagesend-Cutoffs für die Abwicklung von Lieferung gegen Zahlung.
Die Branche bewegt sich mit T+1 in die richtige Richtung.
Im vergangenen Jahr haben die Finanzinstitute, darunter auch SIX, einen Grossteil ihrer Zeit damit verbracht, detaillierte Folgenabschätzungen über die Bedeutung der kürzeren Abwicklungszyklen für den Handel, das Clearing, das Settlement und die Corporate Actions vorzunehmen und sicherzustellen, dass die Marktstandards weitgehend einheitlich sind.
Da diese Lückenanalyse weitgehend abgeschlossen ist, ist es nun an der Zeit für entschlossenes Handeln. SIX setzt zunehmend Ressourcen für die Systementwicklung, automatisierungsbezogene Verbesserungen und umfassende Tests von End-to-End-Prozessen, grenzüberschreitender Interoperabilität und Notfallplanung ein.
Diese Testphase, an der sowohl interne als auch externe Stakeholder beteiligt sind, wird voraussichtlich bis zum Go-Live von T+1 andauern.
T+1 in Europa ist erst der Anfang: Swift prognostiziert, dass 70% des weltweiten Abwicklungsvolumens bis 2030 innerhalb von T+1 oder schneller abgewickelt werden. [1] Eine Reihe von Märkten in Asien, Lateinamerika und Teilen Afrikas stellen auf verkürzte Abwicklungszyklen um, während einige Länder sogar T+0 in Betracht ziehen.
Die Marktintegration in Europa schreitet voran
Die engere Integration wird SIX dabei helfen, ein nahtloseres Kundenerlebnis zu bieten und gleichzeitig die betriebliche Effizienz im gesamten Unternehmen zu steigern.
Im Dezember 2025 kündigte SIX an, ihre beiden CCPs – SIX x-clear in der Schweiz und BME Clearing in Spanien – zu einer gemeinsamen Einheit, SIX Clearing, mit Sitz in Madrid und Niederlassungen in Zürich und Oslo zusammenzuführen. Der Zusammenschluss soll im 2027 abgeschlossen sein.
Diese einzige CCP verbindet das interoperable paneuropäische Cash-Equity-Modell von SIX x-clear mit den Multi-Asset-Stärken von BME Clearing und schafft so eine internationale, skalierbare, offene und wettbewerbsfähige Alternative für das Clearing aller Anlageklassen in Europa.
Nächstes Level der Digitalisierung
Die Digitalisierung bleibt eine strategische Priorität für SIX, da sie vom Aufstieg digitaler Vermögenswerte, DLT und künstlicher Intelligenz (KI) profitieren will.
Da sich immer mehr Kunden für digitale Vermögenswerte interessieren, müssen Post-Trade-Anbieter neue Lösungen entwickeln. Anstatt die bestehende Infrastruktur gänzlich zu ersetzen, entwickelt sich ein Hybridmodell, das traditionelle und digitale Vermögenswerte innerhalb eines vertrauenswürdigen, regulierten Rahmens verbindet.
SIX hat von der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) die Genehmigung erhalten, ihren digitalen CSD in SIX SIS AG zu fusionieren. Dies bedeutet, dass SIX digitale Funktionen wie Tokenisierung, Sicherheitenmobilität und DLT-basiertes Asset Servicing für das gesamte Spektrum der von Securities Services verwalteten Vermögenswerte sowohl in der Schweiz als auch in Spanien anbieten kann.
Zu Beginn dieses Jahres erhielt SIX von der FINMA die Genehmigung für die Erbringung von Krypto-Verwahrlösungen über ihren lizenzierten CSD – ein weiterer Meilenstein.
Damit können Finanzinstitute für die Krypto‑Verwahrung dieselbe regulierte Infrastruktur nutzen, die auch für traditionelle Wertschriften eingesetzt wird. Dies bietet den Kunden rechtliche Sicherheit sowie operative Resilienz.
Angetrieben durch den US GENIUS Act und andere regulatorische Entwicklungen, wie die Abschaffung von SAB 121 durch die Securities and Exchange Commission (SEC), erhöhen renditehungrige Anleger ihr Engagement in digitalen Vermögenswerten.
Trotz der Volatilität haben Krypto-ETFs fast 200 Milliarden US-Dollar erreicht[2], während Citi prognostiziert, dass die Emission von Stablecoins bis 2030 auf über 4 Billionen US-Dollar ansteigen könnte, gegenüber 280 Milliarden US-Dollar heute.[3]
Die durch DLT ermöglichte Tokenisierung von Vermögenswerten gewinnt ebenfalls an Zugkraft. The ValueExchange stellte fest, dass 52 % der Unternehmen beabsichtigen, ab 2026 tokenisierte Vermögenswerte (z. B. tokenisiertes Bargeld, Geldmarktfonds, G7-Schuldtitel) als Sicherheiten für eine Reihe verschiedener Aktivitäten zu verwenden, darunter Repo-Handel, OTC-Derivate-Margining, Wertpapierleihe und Handel mit kotierten Derivaten.[4]
Auch andere Technologien, darunter KI, gewinnen zunehmend an Bedeutung, da Post-Trade-Anbieter ihre Produktivität steigern und das Kundenerlebnis verbessern wollen.
Laut der neusten Studie der ESMA nutzen 96 % der grossen Finanzinstitute KI bereits oder planen dies. Zwar seien die meisten KI-Anwendungsfälle intern, wie das Verfassen/Zusammenfassen von Informationen, Datenverarbeitung, Programmierung und Übersetzung, doch setzten einige wenige Unternehmen die Technologie bereits für kundenorientierte Aktivitäten ein, etwa für Chatbot-Kommunikation und KYC.[5]
Anbieter wie SIX, die sich sowohl an veränderte Marktbedingungen anpassen als auch die Digitalisierung vorantreiben können, sind gut positioniert, um ihr Geschäftsvolumen in Zukunft auszubauen.
[1] Swift- T+1: One Year In – A new chapter begins
[2] Morgan Stanley – February 27, 2026 – Digital assets push into the mainstream as global adoption surges
[3] Citi – September 25, 2025 – StableCoin 2030: Web3 to Wall Street
[4] The Value Exchange- The case for collateral tokenisation
[5] ESMA- March 4, 2026 – AI and adoption and trends in securities markets: EU Evidence