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Rendite / Risiko


Unter Rendite versteht man bei Anleihen den Ertrag über die gesamte Laufzeit. Der Ertrag setzt sich aus drei Komponenten zusammen und steht im Verhältnis zum eingesetzten Kapital:

  • Zinserträge
  • Erträge aus Reinvestition der Zinszahlungen
  • Kursgewinne/-verluste bei Verkauf/Rückzahlung der Anleihe

Wie bei allen Anlagemöglichkeiten hängt der erwartete Ertrag vom Risiko einer Anlage ab. In der Regel erwarten Anleger für eine längerfristige Kapitalüberlassung aufgrund des höheren Risikos eine höhere Rendite als bei kurzfristigen Kapitalanlagen. Marktzinsen verändern sich aufgrund der aktuellen Wirtschaftsentwicklung und beeinflussen den Kurs von Anleihen.

Die Rendite einer Anleihe ist abhängig von deren Kurs, der Laufzeit, den Coupons sowie weiteren Faktoren wie Währung und Bonität des Schuldners. Die Struktur der Marktzinsen über unterschiedliche Laufzeiten muss ebenfalls berücksichtigt werden, da Zinszahlungen, die während der Laufzeit erfolgen, zu dem zu diesem Zeitpunkt üblichen Marktzins reinvestiert werden können (Zinseszinseffekt).

Die Rendite einer Anleihe sowie ihr Kurs verhalten sich invers zueinander. Sinkt der Kurs der Anleihe so steigt die Rendite und umgekehrt.

Rendite Anleihenkurs
Steigend Fallend
Fallend Steigend

Folgend wird anhand eines Beispiels auf die direkte Rendite, die Kursdifferenz und die Rendite auf Verfall eingegangen.

Beispiel  
Zinssatz 5.25%
Restlaufzeit 4.5 Jahre
Aktueller Kurs 102.5%

Direkte Rendite

Das einfachste Mass für die Verzinsung einer Anlage ist die direkte (oder einfache) Rendite. Bei ihrer Berechnung wird eine Zahlung (z.B. in Form eines Coupons) ins Verhältnis zum Preis der Anlage gesetzt.

Diese Formel gilt für alle festverzinslichen Anlagen. Bei der Berechnung finden Restlaufzeit und zu erwartende Kursgewinne resp. -verluste keine Beachtung. Ebenso werden aufgelaufene Marchzinsen, Auslosungen oder Kündigungen usw. nicht berücksichtigt.

Rendite auf Verfall

Die Rendite auf Verfall zeigt die durchschnittliche Rendite einer Anlage pro Jahr. Diese Formel berücksichtigt den Kursgewinn (bei Kauf unter pari) respektive den Kursverlust (bei Kauf über pari) und auch die Restlaufzeit.

Dies ist eine vereinfachte Form der Renditeberechnung für Anleihen und vernachlässigt zukünftige Couponzahlungen und Zinseszinsen.

Zinsstrukturkurve

Die Struktur, die sich aus der Aneinanderreihung von Marktzinssätzen mit unterschiedlichen Laufzeiten ergibt, wird auch als Zinsstrukturkurve bezeichnet. Hierbei wird zwischen flachen, steigenden oder inversen Zinsstrukturkurven unterschieden.

  • Flach - der Unterschied zwischen kurz- und langfristigen Zinsen ist gering
  • Steigend - höhere Zinsen für langfristige Anlagen gegenüber kurzfristigen
  • Invers - kurzfristige Anlagen verfügen über einen höheren Zins als langfristige

Die Zinsdifferenz zwischen zwei Laufzeiten wird als Spread bezeichnet. Ebenfalls als Spread bezeichnet man die Differenz zwischen der Rendite einer Anleihe eines Schuldners mit erstklassiger Bonität und der eines Schuldners mit minderer Qualität («Credit Spread»). Letztere müssen aufgrund ihrer schlechteren Bonität einen Aufschlag gegenüber Schuldnern mit erstklassiger Bonität zahlen.

Dies kann man beim Zinskurventool sehen, wenn man Staatsanleihen mit Zinsswaps (die der Bonität von Unternehmen entsprechen) vergleicht. Hier gibt es einen Aufschlag.