Technische Anbindung an SWXess

Technische Anbindung an SWXess

Anbindung, Latenz und Kapazität: Perfekt auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten

Anbindungsmöglichkeiten

Dank den zahlreichen Anbindungsmöglichkeiten zur SWXess Handelsplattform der Schweizer Börse können die Teilnehmer das ideale Setup für ihre Handelsstrategien und Marktaktivitäten auswählen. Für die technische Anbindung an die SWXess-Plattform können die Händler das gemeinsame Zugangsportal SCAP (SIX Common Access Portal) nutzen oder den schnelleren Co-Location Service wählen.

Ihre Vorteile an der Schweizer Börse

Über den Service

Die Schweizer Börse hat die SWXess Handelsplattform mit einer umfassenden Palette von technischen Anbindungsmöglichkeiten versehen. Dazu gehören Co-Location und Proximity Services für schnellen Handel und Datenerfassung sowie hoch skalierbare Access Points, die auf individuelle Handelsanforderungen zugeschnitten werden können. Teilnehmer und Händler können das Setup wählen, das ihrem Geschäftsmodell am besten entspricht.

Anbindungsmöglichkeiten auf einen Blick

Unsere Infografik gibt Ihnen einen Überblick über die technischen Anbindungsmöglichkeiten an die SWXess Plattform. Weitere Details finden Sie in der Weisung 2: Technische Anbindung.

SCAP bietet eine optimale Skalierbarkeit der Schnittstelle mit einer hohen Kapazität für Datenübertragung. Dies ermöglicht eine individuelle Gestaltung des Anschlusses nach den Bedürfnissen des Teilnehmers – und somit einen optimalen Nutzen-Kosten-Gewinn. Die Kommunikation zwischen dem Router des Teilnehmers und SCAP kann über einen verschlüsselten VPN Tunnel laufen. Dieser arbeitet mit Internet Protocol Security (IPSec) und dem Internet Key Exchange Protokoll (IKE).

Unsere Co-Location Services, die wir gemeinsam mit unserem Partner Equinix anbieten, bieten Teilnehmern die schnellstmögliche Anbindung an die SWXess Handelsplattform der Schweizer Börse. Der Service bietet eine direkte Verbindung via Glasfaserkabel zum SWXess On Book Matcher für Equities und Non-Equities. Mit einer Bandbreite von 10 Gbps bietet der Co-Location Service der Schweizer Börse eine Latency von nur 10,6 Mikrosekunden.

SIX Exchange (SIX) betreibt ihre Co-Location-Services im Einklang mit den einschlägigen europäischen Vorschriften1.

SIX hat beschlossen, diese Verpflichtung zur Gleichbehandlung auf alle Netzbetreiber und Marktdatenanbieter (Vendoren) auszudehnen, die Dienstleistungen im Rechenzentrum anbieten. Alle Vendoren werden fair, angemessen und diskriminierungsfrei behandelt. Bei der Anbindung aller Netzanbieter an die Co-Located-Clients achtet SIX auf strikte Neutralität. SIX wird ihren eigenen Dienst, der von 12H AG betrieben wird, genauso behandeln wie alle anderen Anbieter von Konnektivitätsdiensten.

1 https://ec.europa.eu/finance/securities/docs/isd/mifid/rts/160606-rts-10_en.pdf

 

Für die tiefste Latenz mit einer Direktanbindung können sich die Händler über einen designierten Proximity Service Provider bei SWXess anbinden. Dies erlaubt allen Kunden, dieselbe Latenz wie Teilnehmer im Raum Zürich zu erzielen und so den Nachteil der geographischen Distanz zu überwinden.

Der Access Point Service ist eine der verfügbaren SCAP-Optionen. Er bietet eine direkte Anbindung an SWXess mit niedriger, zuverlässiger Latenzzeit mit verschiedenen Präsenzpunkten (Points of Presence, PoP) in London und Frankfurt. Der Access Point Service ermöglicht allen Teilnehmern, ihre Anbindung zu optimieren, um Zugriff auf alle Dienstleistungen und Handelssegmenten der Börse zu erhalten.

Mikrowellen-Technologie für die tiefstmögliche Latenz

Das Netzwerk von SIX verbindet derzeit Zürich (Termination Point: Equinix ZH4) mit Frankfurt (Termination Point: Equinix FR2). Die Bandkreite beträgt 10 Mbps. SIX stellt den gleichberechtigten Zugang zum Mikrowellennetz für alle Handelsteilnehmer sowohl auf regulatorischer als auch auf technischer Ebene sicher, in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Rahmenbedingungen der Schweiz. Der Service und die Kundenbeziehungen werden von der Tochtergesellschaft SIX Exfeed AG gemanagt.

Das Ultra-Low-Latency-Mikrowellen-Netzwerk von SIX ermöglicht es den Handelsteilnehmern der Schweizer Börse - wie Market Makern und Liquiditätsanbietern im Aktien- und ETF-Bereich -, ihre Handelsstrategien schneller auszuführen und gleichzeitig ihr Risikomanagement zu verbessern. Im Ergebnis schaffen die verbesserte Liquidität und die engeren Spreads bessere Ausführungsbedingungen für alle Marktteilnehmer.

Die Mikrowellentechnologie (oder «RF» für «Radio Frequency») ermöglicht die schnellste Übertragung von Handelsdaten zwischen den Plattformen der Börsen. Mikrowellen bieten eine geringere Latenz als Glasfaserkabel, weil sie eine direktere Verbindung zwischen den beiden Endpunkten des Netzwerks herstellt. Ausserdem bewegen sich Mikrowellensignale mit Lichtgeschwindigkeit durch die Luft, während Glasfaser Signale abschwächen kann. Dieser Geschwindigkeitsvorteil ist mit einem hohen Mass an Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit verbunden. 

Die Schweizer Börse nimmt seit jeher eine Vorreiterrolle bei der Entwicklung des elektronischen Handels ein und lancierte mehrfach bahnbrechende Technologien, um die bestmöglichen Handelsbedingungen zu schaffen. Im Dezember 2017 gab die Schweizer Börse ihr Joint Venture mit 12Horizons Pte Ltd bekannt, um die 12H AG («12H») zu gründen, die einen Zugang mit niedriger Latenz für den Schweizer Wertpapierhandel über Mikrowellentechnologie bereitstellte. Mit dem Start von 12H im Mai 2018 wurde SIX die erste Börsenbetreiberin weltweit, die ein Mikrowellennetzwerk in Europa besitzt und betreibt. Nachdem SIX Anfang 2020 eine Mehrheitsbeteiligung an 12H übernommen hat, wurde sie alleinige Besitzerin und Betreiberin des Mikrowellennetzwerks.

Downloads

  • Access Point Service - Optimieren Sie Ihre Anbindung

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  • Connectivity Selection, Englisch

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  • SIX Co-Location Agreement General Terms and Conditions, Englisch

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  • SIX Co-Location Agreement Service and Technical Description, Englisch

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  • SIX Co-location Service Fees, Englisch

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Der Teilnehmer ist Eigentümer seiner Verbindung zu SCAP. Damit ist er selbst verantwortlich für deren Verwaltung und Organisation. Auch die Bestellung der Datenleitungen bei einem Provider ist Aufgabe des Teilnehmers. Ein Bestellformular und sämtliche notwendigen Informationen werden von der Schweizer Börse zur Verfügung gestellt. Der Provider stellt dem Teilnehmer seine Dienste direkt in Rechnung.

Für jede Verbindungsoption fällt eine periodische Zugangsgebühr an. In dieser Gebühr sind Providerkosten und Kosten für Dienstleistungen der Börse nicht enthalten. Zur Inbetriebnahme der Anbindung berechnet die Schweizer Börse keine Gebühren.

Technische Anfragen

Unsere Local Support Center in Zürich, Genf und London sind die Anlaufstelle in allen technischen Belangen.