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Dividenden

Schliessen Unternehmen ein Geschäftsjahr erfolgreich ab, erwirtschaften sie einen Gewinn. Aktionäre haben grundsätzlich ein Anrecht auf einen Anteil daran. Die Dividende ist der Teil des Reingewinns, den eine Aktiengesellschaft an ihre Aktionäre ausschüttet. Dividenden werden auch als "die Zinsen von Aktien" bezeichnet.

Bemessungsgrundlage

Eine Aktiengesellschaft ist von Gesetzes wegen dazu verpflichtet, 5% des ausgewiesenen Reingewinns den allgemeinen Reserven zuzuweisen, sofern diese noch nicht 20% des einbezahlten Aktienkapitals erreicht haben. Daneben gibt es weitere gesetzliche und unternehmensabhängige statutarische Regelungen, was mit dem Reingewinn passiert. Dies schmälert die Bemessungsgrundlage für die Höhe der Dividende, stärkt aber wiederum den Eigenkapitalbestand. Zudem wird die Dividende nicht in dem Jahr ausgeschüttet, in dem der Reingewinn zustande kam, sondern erst kurz nach der Generalversammlung im darauf folgenden Jahr.

Festsetzung

Die Dividende darf erst festgesetzt werden, nachdem die dem Gesetz und den Statuten entsprechenden Buchungen gemacht worden sind. Danach kann das Management bei der Generalversammlung eine Dividendenauszahlung beantragen. Dieser Antrag wird den Aktionären vorgelegt, die über den definitven Betrag abstimmen. Die Dividende wird in Franken (bzw. in der Nominalwährung der Aktie) angegeben und bezieht sich immer auf eine Aktie.

Steuern

Die ausbezahlte Dividende muss der Aktionär als Einkommen versteuern. Dazu kommt die Verrechnungssteuer, weshalb man von der Brutto-Dividende (vor Abzug der Verrechnungssteuer) und der Netto-Dividende (nach Abzug der Verrechnungssteuer) spricht. Das steuerbare Einkommen erhöht sich dabei bei der Ausschüttung um die Brutto-Dividende.

Werden zum Beispiel 200 Aktien gehalten und die Generalversammlung beschliesst eine Dividende von CHF 2.50, ergibt das eine Brutto-Dividende von CHF 500. Die Verrechnungssteuer von CHF 175 wird vor der Auszahlung abgezogen, kann jedoch mit der Steuererklärung zurückgefordert werden.

Dividendenpolitik

Die Geschäftsleitung entscheidet nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen, welcher Anteil des Gewinns im Unternehmen bleiben soll. Für die Ausschüttung der Dividende hat sie einen Spielraum zwischen null und hundert Prozent des Reingewinns. Unternehmen mit einer tiefen «Pay-Out-Ratio» (Anteil der Dividende am Reingewinn) oder keiner Dividende behalten einen höheren Teil des Gewinns innerhalb des Unternehmens, beispielsweise für Forschung, Entwicklung, Produktion oder Marketing. Dies kann sich mittel- bis längerfristig in Kurssteigerungen widerspiegeln und den Aktionär somit auf eine indirekte Art entschädigen. Unternehmen bemühen sich, eine möglichst konstante Dividendenpolitik zu betreiben. Ziel ist, jährliche Dividenden in der Grössenordnung des Vorjahres zu ermöglichen, unabhängig vom aktuellen Geschäftsergebnis.

Der Anspruch auf Dividende

Die meisten Generalversammlungen von Schweizer Unternehmen finden im April oder Mai statt. Der Anspruch auf die Ausübung von Mitgliedschaftsrechten (zum Beispiel Stimmrecht) und Vermögensrechten (zum Beispiel Dividende) wird durch diverse Termine exakt geregelt. Die Unternehmen legen diese Termine grösstenteils selbst fest.

Marktstandard für Dividendenzahlungen

TerminEvent
Record-Date An diesem Tag wird festgelegt, wer Anrecht auf eine Dividende hat. Besitzen die Aktionäre am Record-Date Titel, so sind sie dividendenberechtigt, wenn die Titel geliefert sind.
Ex-Tag Ex ist lateinisch und bedeutet «ohne». Der Ex-Tag ist der Börsentag, an dem die Aktien erstmals ex Dividende gehandelt werden, also «ohne Dividende». Meistens eröffnet der Kurs um den Betrag der Dividende tiefer, dies ist aber nicht zwingend.
Payment Date An diesem Tag werden die Dividenden an alle Aktionäre ausbezahlt, die am Record-Date Anspruch auf Dividendenzahlung haben, unabhängig davon, ob die Aktien noch im Depot sind oder bereits veräussert wurden.