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News - Die Digitalisierung strukturierter Produkte

News

 

18.02.2020 Investoren

Die Digitalisierung strukturierter Produkte

Das Interesse am Universum der strukturierten Produkte nimmt weiter zu, da globale Anleger zunehmend in die Anlageklasse investieren.

von Charles Gubert

Nach Angaben der EUSIPA (European Structured Investment Product Association) wurden bis zum dritten Quartal des vergangenen Jahres 277 Milliarden Euro in strukturierte Produkte investiert1. Strukturierte Produkte haben Anlegern trotz der weit verbreiteten makroökonomischen und politischen Volatilität 2019 eine rundum positive Performance beschert.

Die Marktteilnehmer beurteilen die Aussichten der Branche im Allgemeinen recht optimistisch. Die Schweizer Börse nahm am 29./30. Januar an der SRP Konferenz in London teil und fasst die wichtigsten Erkenntnisse über Trends und Herausforderungen, die diesen aufstrebenden Markt beeinflussen, nachfolgend zusammen.

ESG wird zur Priorität für Investoren

Wie bei fast allen anderen Anlagen ist der Appetit der Investoren auf ESG-Produkte (Environment, Social, Governance) kontinuierlich gestiegen. Dies haben die Emittenten strukturierter Produkte erkannt, erklärte Sébastien Neukom, Senior Sales Manager für strukturierte Produkte und Derivate an der Schweizer Börse. Treiber sind die Nachfrage von Privatanlegern sowie regulatorische Änderungen, wie insbesondere der EU-Aktionsplan für nachhaltiges Finanzwesen. Letzterer wird voraussichtlich neue Anforderungen an die Berichterstattung der Anleger rund um ESG stellen, zusätzlich zu einer Taxonomie, die den Institutionen helfen soll, ihre ESG-Performance zu messen.

MiFID II: Für Privatanleger eher Fluch als Segen

Strukturierte Produkte wurden ebenfalls einer verstärkten regulatorischen Aufsicht unterstellt. Eine strengere Governance, die im Rahmen der Richtlinie über byzantinische Märkte für Finanzinstrumente II (MiFID II) eingeführt wurde, verlangt von den Intermediären die Überprüfung, ob bestimmte Anlageklassen für das Risikoprofil ihrer Kunden geeignet sind. Sébastien Neukom fügte an, dass die neuen Regeln – insbesondere die Offenlegungsanforderungen – bei den Banken zusätzliche Kosten verursacht und bei den Privatkunden Verwirrung gestiftet haben. Dies liegt daran, dass Anbieter, die ähnliche Produkte vertreiben, oft ihre eigenen, massgeschneiderten Gebührenberechnungsmodelle haben und den Anlegern die Dinge möglicherweise anders erklären. Dies verunsichert Investoren ebenfalls stark.

Nahtlose Bereitstellung von Marktdaten

Die gemeinsame Nutzung von Referenzdaten durch die Emittenten strukturierter Produkte mit Dritten (wie Börsen, Datenverkäufern, Kunden, Banken, Zeitungen, Handelsplattformen, CSDs) ist ein komplexes Unterfangen. Ist sie auf manuelle Verarbeitung angewiesen, führt sie zu unnötigen Kosten und Risiken. Francesco Marcon Fiastri, Sales Manager bei der Schweizer Börse, hebt hervor, dass ihre einzigartige CONNEXOR-Plattform dazu beigetragen hat, die Effizienz des Referenzdatenmanagements im Ökosystem der strukturierten Produkte massiv zu steigern. Durch die Standardisierung und Zentralisierung, der Sammlung und Pflege von Referenzdaten, die Vereinfachung von Arbeitsabläufen und die Reduzierung der Anzahl von Schnittstellen, die im Gesamtprozess involviert sind, hat CONNEXOR laut Fiastri eine wichtige Rolle bei der Verbesserung der Automatisierung und des Straight-Through-Processing im gesamten Referenzdatenprozess gespielt.

SDX: Ein Wendepunkt auf den Finanzmärkten

Patrick Stettler, Senior Sales Manager bei SIX Digital Exchange (SDX), gab beim SRP-Anlass einen umfassenden Überblick über die Vorteile, die SDX den Marktanwendern bringen wird. SDX ist im Besitz von SIX, aber funktional unabhängig von ihr, und schafft ein reguliertes Ökosystem, das die Kotierung, den Handel, das Clearing, die Abwicklung und die Verwahrung digitaler Vermögenswerte unterstützt.

Obwohl die Tokenisierung noch nicht auf Blue-Chip-Aktien anwendbar ist – die bereits ziemlich liquide und transparent sind – könnte sie zur Unterstützung des Handels in anderen Märkten und Anlageklassen wie Anleihen, Private Equity und Immobilien genutzt werden. Im Falle der strukturierten Produkte sagte Stettler gegenüber SRP, dass die zugrunde liegende Technologie – einschliesslich der Verwendung von Smart Contracts – zur Erhöhung der Transparenz und Effizienz auf dem Markt eingesetzt werden und so zu Kostensynergien führen könnten. Stettler fügte hinzu, dass dies wiederum den Marktteilnehmern helfen würde strukturierte Produkte herauszugeben und zu handeln.

Ein führender Anbieter

Als einer der Höhepunkte des Jahres der Industrie für strukturierte Produkte fanden am 29. Januar die SRP Europe 2020 Awards statt. Die Schweizer Börse gewann die prestigeträchtige Auszeichnung «Best Structured Products and Derivatives Exchange». In diesem sich schnell verändernden und anspruchsvollen Markt brauchen die Kunden dynamische und agile Partner. Diese Auszeichnung festigt den Ruf der Schweizer Börse als führender Treiber von Innovation und Transformation in der Branche.



Francesco Marcon Fiastri, Sébastien Neukom, Markus Gutzwiller (Photo: Paul John Roberts)

1EUSIPA (4. Dezember 2019) Steigende Umsätze und höhere Volumina auf dem europäischen Markt für strukturierte Produkte.

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